Vier neue Rekorde
2019 war das beste Jahr in der Geschichte der Messe Karlsruhe

Vier neue Rekorde 2019 war das beste Jahr in der Geschichte der Messe Karlsruhe

Quelle: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Auf das erfolgreichste Jahr in ihrer Geschichte kann die Messe Karlsruhe zurückblicken. 2019 konnten vier Bestmarken erzielt werden. Doch auch ein Blick auf das aktuelle Jahr darf nicht fehlen – ein Jahr voller Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

 

 

Die wichtigsten Bilanz-Kennzahlen auf Rekordniveau

2017 war für die Messe Karlsruhe bereits ein sehr gutes Jahr – doch 2019 hat dieses noch einmal getoppt. Vier Rekorde konnte die Messe verzeichnen, darüber informiert sie in einer Pressemeldung. In den ungeraden Jahren ist das Eigenmesse-Geschäft stärker – und diese Jahre werden zum großen Erfolg für die Messe. Gabriele Luczak-Schwarz, die Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe, fasst das erfreuliche Resultat zusammen:

„Bei der Bilanzierung des turnusbedingten Vergleichsjahres 2017 konnte ich bereits von mehreren Bestmarken der Firmengeschichte sprechen. Das Jahr 2019 toppt nun sogar das sehr gute Jahr 2017. Die Bilanz weist gleich vier Rekordwerte auf. Mit dieser positiven Entwicklung der Messe Karlsruhe haben wir jetzt den Punkt erreicht, an dem es nicht mehr nur darum geht, die Hallen und Säle zu füllen, sondern an dem gezielt Veranstaltungen akquiriert werden, die nachhaltig auf den Deckungsbeitrag einzahlen.“

 

Die erfolgreichen Zahlen auf einen Blick

So wurden die Gesamt-Umsatzerlöse auf 38,7 Millionen Euro (zum Vergleich, im Vorjahr waren es 32,9 Millionen Euro) gesteigert. Der Geschäftsbereich Messe, in den sowohl die Eigen- als auch die Gastmessen fallen, fährt mit 27,7 Millionen Euro (Vorjahr: 23,8 Millionen Euro) einen Umsatzerlös ein, der noch nie höher war. Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Kongress und Kultur entwickelte sich überplanmäßig auf 10,6 Millionen Euro (Vorjahr: 8,5 Millionen Euro) und setzen den Rekord-Reigen fort.

Das operative Ergebnis nimmt erstmalig die 10-Millionen-Euro-Hürde und liegt bei 10,2 Millionen Euro (Vorjahr: 7,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis liegt bei -11 Millionen Euro (Vorjahr: -12 Millionen Euro) und verbesserte das geplante Ergebnis um 0,07 Millionen Euro.

Geht es um die Ursachen des anhaltenden Erfolges, ist sich Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz, sicher: „Ich sehe hier in erster Linie den von mir stark vorangetriebenen Aus- und Umbau unseres Portfolios hin zu werthaltigeren Veranstaltungen. Wir generieren mit – teilweise der Schließung der Stadthalle geschuldet – weniger Messen und Kongressen ein Mehr an Umsatz und Deckungsbeitrag. Das heißt, dass unsere Produkte am Markt akzeptiert sind, dass unser hohes Leistungsniveau auf Seiten der Kunden in eine angemessene Preisbereitschaft mündet, viele Serviceleistungen nachgefragt werden und wir organisch wachsen.“

 

Messe Karlsruhe in Zeiten der Corona-Pandemie

Doch beim Blick zurück auf das Jahr 2019 darf natürlich auch einer auf das aktuell nicht fehlen – beeinflusst durch die Corona-Pandemie. In das aktuelle Geschäftsjahr war die Messe Karlsruhe eigentlich gut gestartet. Gabriele Luczak-Schwarz führt aus: „Das Fehlen des Veranstaltungsbetriebes wirkt sich auf viele kleine und mittelständische Betriebe und Dienstleister in Karlsruhe und der Technologieregion aus. Ich denke an Messebauer, Eventtechniker und Elektro-Installationsfirmen; aber natürlich auch an Gastronomen, Hotelbetriebe und Einzelhandel, die alle vom Messegeschäft profitieren. In der aktuellen Situation können Messen und Kongresse ein Motor beim Wiederanspringen der Wirtschaft sein. Hier muss es umgehend Konzepte und echte Perspektiven geben.“

Auch wenn das Veranstaltungsgeschäft gerade ruht, stehen viele Aufgaben an. Veranstaltungen müssen nicht nur terminlich, sondern – um Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können – auch räumlich neu geplant werden, damit man beim Neustart gut gerüstet ist. Britta Wirtz betont: „Aktuell kämpfen wir im Schulterschluss mit den Messeplätzen in Baden-Württemberg bei den zuständigen Stellen des Landes für zeitnahe Planungssicherheit. Zeitgleich überdenken wir unser gesamtes Geschäftsmodell, denn es wird kein Zurück zu Vor-Corona-Verhältnissen geben. Wir entwickeln digitale Formate, die das Vor-Ort-Ereignis flankieren, ergänzen oder auch mit Abstand erlebbar machen. Diese Formate treffen jetzt auf Akzeptanz am Markt, die es vorher nicht gegeben hat.“

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