Corona in der Fächerstadt
Karlsruhe sichert Pfingstferien-Notbetreuung für 180 Schüler

Corona in der Fächerstadt Karlsruhe sichert Pfingstferien-Notbetreuung für 180 Schüler

Quelle: Caroline Seidel/dpa

Die Pfingstferien stehen bevor – ein Problem für viele Familien in der derzeitigen coronabedingten Ausnahmesituation. Doch für insgesamt 180 für eine Notbetreuung in den Pfingstferien angemeldete Kinder konnte die Stadt Karlsruhe eine Lösung bieten.

Pfingstferien starten – Notbetreuung besteht

Mit dem Pfingstfest gehen weitere Lockerungen, aber auch Anstrengungen im Zuge der coronabedingten Ausnahmesituation einher, die nicht zuletzt Familien trifft, darüber informiert die Stadt Karlsruhe. Doch viele Eltern können aufatmen, denn insgesamt 180 für eine Notbetreuung in den Pfingstferien angemeldete Kinder von 45 Schulen konnten versorgt werden.

Von Dienstag, den 2. Juni, bis Freitag, den 5. Juni 2020, je zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr, an 29 Schulstandorten konnte eine Notbetreuung umgesetzt werden. Hier handelt sich ausschließlich um Grundschüler. Für ältere Schüler von weiterführenden Schulen gab es nämlich nur vereinzelt Anfragen, die sich dann erledigten. Das Angebot konzentriert aufgrund der begrenzten Personalkapazitäten auf die erste Woche. Da dank der Corona-Lockerungen auch privat wieder Vieles unternommen, begrenzt auch verreist werden kann.

 

Bestmöglichen Verwirklichung des Gebotenen

In den Osterferien waren es mit 79 Schülern deutlich weniger Betreute, aber dem stehen auch fast 1.000 gegenüber, die nun wieder zur Schule gingen, erläuterte der Leiter des Schul- und Sportamts (SuS), Joachim Frisch, bei einer Pressekonferenz im Rathaus in Karlsruhe. „Hand in Hand und nicht nach Zuständigkeiten“ tüftelten alle beteiligten Akteure an einer bestmöglichen Verwirklichung des Gebotenen, versicherte Bürgermeister Martin Lenz. Die teils verbliebene Unzufriedenheit mancher Eltern „verstehen wir“, aber bei aller Wertschätzung für den Einsatz beispielsweise in Krankenhäusern und Heimen: Was die Leitungen im Bildungssektor aushielten und leisteten, sei „genauso aller Ehren wert“.

Nur, indem Sozial- und Jugendbehörde (SJB) sowie Stadtjugendausschuss (stja) Erzieher stellten (rund 40 und 15 bis 20, vielfach Teilzeitkräfte, neben 45 Aktiven schulischerseits), hinzu kam mit der Kinder-Stadtkirche auch ein freier Träger, war diese neue Aufgabe zu stemmen. Die Schulen „konnten für sich entscheiden, ob Notbetreuung möglich ist, während der Kernbetrieb ruht“, erklärte Frisch wie Lenz.

 

Lehrkräfte meldeten sich freiwillig

„Es ist nicht normal, dass man so reibungslos zusammenarbeitet“, unterstrich außerdem der Leiter des Staatlichen Schulamts, Dr. Rüdiger Stein während der Pressekonferenz. Auch für Pfingsten meldeten sich Lehrkräfte freiwillig, ob der dynamischen Entwicklung seit dem Schulneustart „natürlich nicht mehr in dem Ausmaß wie Ostern“.

Dass in den Pfingstferien ein schulisches Angebot bereitzuhalten ist, sei schnell klar gewesen, so Frisch weiter. Zumal bis dahin alle anderen Kapazitäten wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten. Ebenfalls gehe es wirklich um Notbetreuung mit entsprechenden Einschränkungen, um latente äußere Infektionsquellen zu meiden.

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