News
Aktuelle Zahlen: Unternehmen beantragen deutlich mehr Insolvenzverfahren

News Aktuelle Zahlen: Unternehmen beantragen deutlich mehr Insolvenzverfahren

Quelle: Fernando Gutierrez-Juarez
dpa

Hohe Energiepreise, höhere Zinsen und die schwächelnde Konjunktur fordern auch im Südwesten ihren Tribut: Die Zahl der Firmenpleiten steigt deutlich.

Die Zahl der Firmenpleiten in Baden-Württemberg klettert weiter. Von Januar bis Mai wurden bei den Amtsgerichten 1.058 Unternehmensinsolvenzen beantragt, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das waren 302 Verfahren oder fast 40 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders betroffen waren das Baugewerbe (196 Anträge), gefolgt vom Handel (164 Anträge). In letzterem war die Zahl der Verfahren fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt waren von Januar bis Mai mehr als 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der Insolvenz ihrer Firma betroffen. Diese Zahl dürfte nach Einschätzung der Statistiker in Wirklichkeit sogar noch höher sein, da nicht selten bereits vor einem Insolvenzverfahren Jobs abgebaut werden und die Zahl der Beschäftigten nicht bei allen Verfahren bekannt ist. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summierten sich auf gut 1,5 Milliarden Euro.

 

Anstieg bereits 2023

Neben den Unternehmen beantragten den Angaben zufolge auch 4.550 Privatschuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – 610 oder 15,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt gut 5.600 Unternehmens- und Privatinsolvenzen. Die Daten stammen aus einer Auswertung der Insolvenzstatistik.

Die Zahl der Unternehmenspleiten war bereits 2023 um fast ein Viertel auf 1.875 gestiegen. Auf lange Sicht war die Zahl aber noch vergleichsweise niedrig. Experten hatte auch damit gerechnet, dass im laufenden Jahr noch mehr Firmen in Schieflage geraten werden. Gründe dafür sind unter anderem die Schwächung während der Corona-Jahre, hohe Energiepreise und gestiegene Zinsen. Außerdem waren Sonderregeln ausgelaufen, mit denen der Staat versucht hatte, eine Pleitewelle während der Pandemie abzuwenden.

 

Weitere Nachrichten

Ministerpräsident Kretschmann will nach letztem Arbeitstag ausschlafen

Nach 15 Jahren im Amt will Winfried Kretschmann an seinem ersten Tag ohne Regierungsverantwortung vor allem eines: lange im Bett liegen bleiben. Was er seinem früheren Ich raten würde.

Beliebter Wanderweg: Neuer Stahlweg und Kinderpfad - das bietet die Marienschlucht

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Eingeschleppte Arten: Gefährliche Ameise breitet sich aus - warum Forscher warnen

Erstmals ist in Deutschland die Asiatische Nadelameise nachgewiesen worden. Ihre Stiche gelten als besonders riskant – was Forschende im Stuttgarter Rosensteinpark entdeckten.

Fentanyl, Tilidin, Oxycodon: Mehr junge Menschen in Baden-Württemberg abhängig

Chemie im Labor, Gefahr auf der Straße: Im Südwesten seien mehr Menschen von synthetische Opioiden abhängig – und die Suchthilfe beklagt fehlende Mittel.

Rheintalbahn: Massive Einschränkungen zu Ostern erwartet

Osterferien und Bahnchaos: Wer auf der Rheintalbahn unterwegs ist, muss mit Zugausfällen, Umleitungen und langen Busfahrten rechnen. Was das für die Reiseplanung bedeutet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.