News
Allein im Titisee: Flamingo strandet im Schwarzwald

News Allein im Titisee: Flamingo strandet im Schwarzwald

Quelle: picture alliance / dpa
dpa

Woher er kam, ist unklar. Fest steht: Der exotische Jungvogel sorgte für einen außergewöhnlichen Polizeieinsatz.

Er stand schlafend auf einem Bein im Titisee im Schwarzwald – und sorgte für Erstaunen: Ein Flamingo hat in Titisee-Neustadt am Freitagabend einen Polizeieinsatz ausgelöst. «Man ist ja viele Touristen gewohnt. Insbesondere auch aus südlichen Gefilden, die das Schwarzwaldpanorama und insbesondere den malerischen Titisee besuchen», teilte die Polizei mit. Doch einen Flamingo sehe man in der Region nicht alle Tage.

Denn: Die Wasservögel mit dem rosafarbenen Gefieder und dem langen Hals sind dort eigentlich nicht heimisch. Deshalb sei versucht worden, entsprechende Fachleute einzubinden, um herauszubekommen, ob das Tier Hilfe braucht, berichtete die Polizei.

Tierschutzverein und Jagdpächter seien allerdings nicht zuständig gewesen. Doch die Beamten bekamen von den Tierschützern immerhin einen Hinweis, dass es sich um ein Jungtier handelte – weil das Gefieder noch grau war.

 

Vom See zur Notaufnahme

Der Vogel habe sich allerdings «standhaft» geweigert, «weitere Daten zu seiner Identität herauszurücken», hieß es in der Polizeimitteilung. Denn: Der mutmaßlich vorhandene Ring um das Bein befand sich unter Wasser. Nach einer Beratung mit Fachleuten wurde entschieden, den Flamingo einzufangen und in eine Not-Aufnahmestation für Tiere zu bringen, hieß es weiter.

 

Flamingos in Deutschland?

Flamingos leben in Afrika, Asien, Amerika und auch in Südeuropa. Eine kleine Kolonie gibt es aber auch in Deutschland: im Münsterland. Schon seit einigen Jahrzehnten brüten dort einige Flamingos im Naturschutzgebiet Zwillbrocker Venn an der niederländischen Grenze. Die Gruppe gilt als weltweit nördlichste Flamingo-Kolonie.

Rund 50 bis 60 Tiere sind zwischen Februar/März und August zumeist an den flachen Ufern der Inseln in dem Naturschutzgebiet zu beobachten. Man vermutet, dass die ersten Vögel aus privater Haltung ausgebüxt sind.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.

Lebenserwartung in Baden-Württemberg steigt erneut leicht an

Fast zehn Jahre mehr Lebenszeit für Neugeborene als in den 1970ern – warum die Säuglingssterblichkeit und bessere Vorsorge die Lebenserwartung im Südwesten so stark beeinflussen.

Schwimmunterricht ohne Rettungsfähigkeit? Land lässt prüfen

Wer Schülern Schwimmen beibringt, muss im Notfall Leben retten können. Landesweit wird nun geprüft, ob das auch immer der Fall ist. Ein Verdacht aus dem Raum Baden-Baden sorgt für Unsicherheiten.

Lebensmitteleinkauf: Was Rabatt-Apps so beliebt macht – und was kritisiert wird

Rabatt-Apps versprechen exklusive Sparvorteile. Verbraucherschützer sehen genau darin eine Benachteiligung. Ein großer Teil der Kunden nutzt die Apps, hat daran jedoch oft auch etwas auszusetzen.

Stadtbahn-Ausfälle nach Oberleitungsschaden in Karlsruhe

Pendler müssen umplanen: Auf den Linien S4, S5 und S51 fahren Ersatzbusse statt Stadtbahnen. Wann sind die Reparaturarbeiten abgeschlossen?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.