News aus Baden-Württemberg
Anschluss an das Wasserstoffnetz: In Baden-Württemberg ab 2028 möglich

News aus Baden-Württemberg Anschluss an das Wasserstoffnetz: In Baden-Württemberg ab 2028 möglich

Quelle: Nicolas Armer/dpa
dpa

Baden-Württemberg könnte im Jahr 2028 seinen ersten Anschluss ans europäische Wasserstoffnetz bekommen.

Ab dann sieht ein Projekt, das aktuell geplant wird, eine mögliche Anbindung des Raums Freiburg über Frankreich vor. Das geht aus dem ersten Fortschrittsbericht zur sogenannten Wasserstoff-Roadmap hervor, den die Landesregierung am Dienstag in Stuttgart veröffentlichte. Das grün-schwarze Kabinett hatte die Strategie Ende 2020 beschlossen, um die Technologie im Südwesten auszubauen.

Spätestens gelingen soll der Anschluss des Landes ans Wasserstoffnetz 2030 – dann über eine Pipeline im Nordwesten, sagte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne), die auch für den Bereich Energiewirtschaft zuständig ist, bei der Vorstellung des Berichts. In den Folgejahren seien Anbindungen über alle Himmelsrichtungen geplant.

Der Wasserstoffbedarf im Südwesten könnte sich laut Prognosen künftig fast verzehnfachen – auf rund 30 Terrawattstunden im Jahr 2040. Zum Vergleich: Der gesamte Energieverbrauch Baden-Württembergs soll 2040 bei etwa 197 Terrawattstunden liegen. Eine Terrawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. Um den Bedarf und die notwendige Verteilung zwischen den Regionen besser einschätzen zu können, hat die Landesregierung zuletzt eine Umfrage unter Unternehmen gestartet.

Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Bei seiner Nutzung entstehen keine Treibhausgase. Doch muss zur Herstellung mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Wird für die sogennannte Elektrolyse Strom aus erneuerbaren Energien verwendet, gilt der Wasserstoff als grün und CO2-frei. Grundsätzlich kann Wasserstoff als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr Kohle, Öl und Erdgas abzulösen.

 

Weitere Nachrichten

100 Jahre Kristallweizen: Unterschätztes Charakterbier?

Weißbier gilt als urbayerische Erfindung. Doch das Kristallweizen stammt aus Baden-Württemberg. Ein Liebesbrief gilt als «Geburtsurkunde».

Laut Studie: Krähen können Zahl ihrer Rufe im Voraus planen

Krähen werden zwar nicht für ihren Gesang gefeiert, doch Wissenschaftler sind begeistert von ihrem Lernvermögen. Eine Studie zeigt nun, dass die Singvögel kompetente Zahlenmeister sind.

Bergung von gesunkenem Bodensee-Dampfschiff erneut gescheitert

Pech auch im erneuten Anlauf: Ein historisches Dampfschiff ist einem Bericht zufolge nicht vom Grund des Bodensees gehoben worden. Was sagt der Initiator des Projekts?

Grünen-Fraktionschef fordert KI-Einsatz an Schulen

Wohl Traum aller Schüler: Das Smartphone über die Gleichung halten und schon ist die Matheaufgabe gelöst. Grünen-Fraktionschef Schwarz will KI an Schulen dagegen als digitalen Nachhilfelehrer einsetzen.

Haushaltsplanung: Steuerzahlerbund warnt vor Griff in den Pensionsfonds

Die Aufstellung des nächsten Haushalts steht an. Erste Überlegungen, um an Geld zu kommen, sind auf dem Markt.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.