Kombilösung Karlsruhe
Architektur & Lichtplanung: 6 Besonderheiten des Karlsruher Haltestellenkonzeptes

Kombilösung Karlsruhe Architektur & Lichtplanung: 6 Besonderheiten des Karlsruher Haltestellenkonzeptes

Quelle: Melanie Hofheinz

Der neue Stadtbahn- und Straßenbahntunnel in Karlsruhe beeindruckt viele Menschen mit seiner Gestaltung der sieben neuen unterirdischen Haltestellen. meinKA hat sechs Besonderheiten des Haltestellenkonzepts von Architektur und Lichtplanung zusammengestellt.

Architektur & Lichtplanung des U-Strab-Tunnels

Der im Rahmen der Karlsruher Kombilösung errichtete Stadtbahn- und Straßenbahntunnel ist seit 11. Dezember 2021 eröffnet und trifft insbesondere bei der Gestaltung seiner sieben neuen unterirdischen Haltestellen oft auf Begeisterung bei den Fahrgästen.

Professor Ludwig Wappner, vom verantwortlichen Architekturbüro allmannwappner und dem Büro des weltbekannten Lichtkünstlers Ingo Maurer, der das Lichtkonzept entworfen hat, stellte nun die Besonderheiten des Haltestellenkonzepts von Architektur und Lichtplanung vor.

 

OB Frank Mentrup und Professor Ludwig Wappner (v.l.) im U-Strab-Tunnel. | Quelle: Melanie Hofheinz

 

Besonderheiten des Karlsruher Haltestellenkonzeptes

Die Gestaltung des Karlsruher U-Strab-Tunnels, hat allein die Architekten, über siebzehn Jahre lang beschäftigt. Hier kommen sechs Besonderheiten des Haltestellenkonzeptes.

1. Alle sieben Haltestellen wurden nach dem Konzept der Münchener Architekten Allmann Sattler Wappner und des Münchener Lichtgestalters Ingo Maurer (1932-2019), die im Wettbewerb 2004 als gemeinsame Entwurfsverfasser auftraten, gestaltet. Besonders ist, dass alle sieben Haltestellen optisch gleich gestaltet sind.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

2. Die Architekten wollten die Vorstellung eines „veredelten Rohbaus“ umsetzen. Daher ist der Rohbau an den Wänden der Zugänge, der Verteilerebenen und der Abgänge zu den Bahnsteigen nicht verkleidet. Stattdessen wurde das Material aufwendig, handwerklich gestockt und damit sozusagen „veredelt“.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

3. Der Bodenbelag in den Haltestellen besteht aus hellem Terrazzo und soll optisch das Konzept des „veredelten Rohbaus“ weiterführen.

4. Die Haltestellenbereiche gleichen einer Art „Raumschale“. Auf dem Boden und bis zur halben Höhe der Wände besteht diese Schale aus weißem Betonwerkstein. Erkennen lässt sich das an den Übergängen zwischen dem Boden und der Wand sowie der Decke.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

5. Das Lichtgespinst von Ingo Maurer ist eine Stahlseilkonstruktion, die die Ebene der Oberleitung sozusagen über die Bahnsteige hinweg verlängert und in die unzähligen Leuchtröhren eingehängt sind.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

6. Die RGB-Spots in den Haltestellen sind eine Mischung der drei Primärfarben Rot, Grün und Blau. Die Mischung lässt auf dem Bahnsteig einen weißen Lichtkegel erscheinen, erst wenn Passanten in die Lichtstrahlen eintreten, entsteht ein bunter Schatten.

 

| Quelle: Melanie Hofheinz

 

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