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Aufstiegsreif? Was KSC-Fans vor dem Auftakt wissen müssen

News Aufstiegsreif? Was KSC-Fans vor dem Auftakt wissen müssen

Quelle: Uli Deck/dpa

Neuer Trainer, neue Taktik: Maximilian Senft bringt Poker-Erfahrung und Wiener Charme in den Wildpark. Was sich beim Karlsruher SC vor dem Saisonstart gegen Arminia Bielefeld verändert hat.

Beim Karlsruher SC ist vor dem Saisonstart der 2. Fußball-Bundesliga zwar nicht alles anders, aber doch vieles. Der Cheftrainer heißt nicht mehr Christian Eichner, sondern Maximilian Senft, kommt aus Österreich und hat eine Karriere als Pokerspieler hinter sich.

Kann er mit dem KSC alles auf die Karte Aufstieg setzen? Wer sind die Asse bei den Badenern? Und wie sieht es finanziell aus? Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Auftakt am Samstag (13.00 Uhr/Sky) gegen Arminia Bielefeld.

 

Wie tickt der neue Trainer?

Zum Einstand gab’s ein «Seiterl», ein kleines Bier also. Spätestens da wurde klar: In Baden spricht der Chef jetzt Wienerisch. Bei Senft, der vom österreichischen Erstligisten SV Ried kam, klingt das charmant, und so präsentiert sich der 37-Jährige bislang auch.

Der Ton stimmt im Wildpark, sagen Beobachter, genau wie die Intensität in den Trainingseinheiten. «Sehr kommunikativ, gute Mischung zwischen Ruhe und dann aber auch mal rausfeuern, auch mal emotional werden», beschrieb Sportchef Mario Eggimann die Art des Eichner-Nachfolgers.

 

Wer sind die Schlüsselspieler?

Mittelfeldantreiber Marvin Wanitzek soll auch in der dritten Saison in Serie als Kapitän vorangehen. Der in der Vorbereitung stark haltende Hans Christian Bernat im Tor sowie Abwehrchef und Vizekapitän Marcel Franke zählen für Senft ebenfalls zu den Korsettstangen. Ein Saison-Gewinner könnte Eigengewächs Danyal Zor auf der Sechser-Position werden. Der 19-Jährige habe einen großen Schritt in der Vorbereitung gemacht, lobte Senft.

 

Was bringen die Neuzugänge mit?

Mitunter schwer auszusprechende Namen, etwa im Fall von Santeri Väänänen. Der 24 Jahre alte finnische Nationalspieler kam von Rosenberg Trondheim und soll im defensiven Mittelfeld aufräumen. Als potenzielle Stammspieler gelten auch Linksverteidiger Deniz Ofli (FC Bayern) sowie die Mittelfeldspieler Tim Civeja (1. FC Saarbrücken) und Kevin Wiethaup (VfL Osnabrück). Ganz vorn hofft Senft auf Tore von Moritz Broschinski (FC Basel) und Noel Eichinger (Jahn Regensburg).

 

Welche personellen Veränderungen könnte es noch geben?

Jungstar Louey Ben Farhat (20) zieht es zu Eintracht Frankfurt, eine Einigung könnte sich ob der unterschiedlichen Vorstellungen bei der Ablöse aber noch ziehen. Sechser Andreas Müller, der vergangene Saison selten überzeugte, stellte der KSC für Gespräche mit anderen Clubs frei. Kurz vor einer Unterschrift im Wildpark steht derweil Innenverteidiger Sandro Tremoulet (26) vom serbischen Club Radnik Surdulica.

 

Wie soll der Karlsruher Fußball aussehen?

Senft bevorzugt ein System mit drei Innenverteidigern, hat seine Elf mangels Defensivkandidaten zuletzt aber im 4-4-2 agieren lassen. Wichtig ist dem Trainer eine hohe Intensität und eine «Kernidee», wie seine Elf unabhängig vom Gegner auftreten soll, bevorzugt wird: offensiv und attraktiv. «Das Stadion anzuzünden. Das ist unsere Verantwortung», sagte Senft, betonte aber auch: «Nur Rock ’n‘ Roll wird genauso wenig funktionieren wie nur Klassik, sondern es braucht in der richtigen Phase die richtige Musik.»

 

Ist der KSC schon reif für den Aufstieg?

Hinter Topfavorit VfL Wolfsburg scheint die Liga ausgeglichen, zu den ersten Anwärtern für die Plätze zwei und drei zählt der KSC aber nicht. Dafür fehlt wohl die individuelle Klasse. Eichner sieht seinen Ex-Club im breiten Mittelfeld, wie er in einer «Kicker»-Kolumne schrieb.

Strukturell geht es weiter aufwärts: Die Profis erhalten einen neuen Trainingsplatz, der Umsatz von zuletzt gut 55 Millionen Euro fällt dieses Jahr leicht höher aus. Geschäftsführer Michael Becker kündigte einen Gewinn im siebenstelligen Bereich an.

 

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