News
Ausgebüxt? Absichtlich freigelassen? Elch-Odyssee aus Wildpark bleibt rätselhaft

News Ausgebüxt? Absichtlich freigelassen? Elch-Odyssee aus Wildpark bleibt rätselhaft

Quelle: Jason Tschepljakow/dpa
dpa

Ausgebüxt? Absichtlich freigelassen? Die Reise von Elch Erwin bleibt ein Mysterium.

Die Geschichte um den während eines Tiertransportes entwischten oder absichtlich freigelassenen Elch entpuppt sich mehr und mehr als Räuberpistole. Die Zusammenarbeit mit dem Transporteur, der das aus dem Wildpark Pforzheim stammende Tier in den Bayerischen Wald nach Passau hätte bringen sollen, sei eingestellt worden. «Wir werden nicht mehr mit ihm arbeiten», sagte Carsten Schwarz, Leiter des WiIdparks.

Statt wohlbehalten in Bayern anzukommen, war der Elch nämlich im Ortenaukreis in freier Wildbahn gesichtet worden, durch den Schwarzwald gestromert und hatte tagelang für Schlagzeilen gesorgt. Erst am vergangenen Samstag war er eingefangen und zurück in den Pforzheimer Wildpark gebracht worden.

Polizei fischt im Trüben

Der professionelle Transporteur, mit dem man jahrelang keine Probleme gehabt und immer gute Erfahrungen gemacht habe, habe den Kontakt nach Passau ins Spiel gebracht, darauf habe sich der Wildpark verlassen, sagte Schwarz. Die Transportpapiere seien in Ordnung gewesen. Spätestens aber, als man den Anruf bekam, dass es sich beim gesichteten Elch um einen aus dem Wildpark handelte, habe man gewusst, dass etwas nicht stimmt.

Der Transporteur melde sich laut Schwarz nicht mehr. Zu der angeblich für den Elch vorgesehenen neuen Heimat in Passau habe man keinen Kontakt, die genaue Adresse sei gar nicht bekannt. Auch die Polizei Offenburg fischt bislang im Trüben. Man habe keine Erkenntnisse und müsse erst mal die Fakten zusammentragen, sagte eine Sprecherin.

Wohin jetzt mit Elch Erwin alias Lord Fynn

Wohin das Tier nun kommen soll, ist unklar. Erstmal solle es sich erholen. Bis etwa Februar könne er noch zu einem anderen Ort gebracht werden, danach wirft es sein Geweih ab und darf bis zum Nachwachsen des neuen Geweihes nicht transportiert werden, sagte Schwarz. Der Jungbulle war den Angaben nach im Mai 2024 als Zwillingsgeburt auf die Welt gekommen. Um Inzucht zu vermeiden, sollte er abgegeben werden.

Im Rahmen einer Online-Abstimmung des Landratsamts im Ortenaukreis hatte er den Namen Erwin bekommen. Im Park selbst trägt er aber schon lange den Namen Lord Fynn, wie Schwarz sagte. Zuvor hatte es geheißen, der Elch sei vor seiner Reise namenlos gewesen.

 

Weitere Nachrichten

Digitaler Klingelbeutel: Diesen Effekt stellen Kirchen fest

Kein Bargeld für den Opferstock dabei? In vielen Kirchen kann man inzwischen an einem Terminal oder per QR-Code spenden. Dabei haben sie eine interessante Beobachtung gemacht.

Bausparkassen-Chef zum Eigentum: «Da platzen Lebensträume»

Wer kann sich ein Eigenheim künftig noch leisten? Der Chef der Bausparkasse Schwäbisch Hall rechnet in den nächsten Jahren mit steigenden Preisen. Und rät zum Konsumverzicht.

So läuft das «Southside»: Was Besucher beachten sollten

Musikfans dürften sich schon freuen: Bald startet das «Southside» wieder. Zu den Headlinern gehören Kraftklub und Billy Talent. Was Besucher über Tickets, Anreise und Camping wissen sollten.

88-Jähriger in Karlsruhe von eigenem Auto überrollt und schwer verletzt

Ein Kastenwagen rollt rückwärts, der ausgestiegene Fahrer erleidet schwere Verletzungen. Wie es zu dem Unfall kam und wer dem 88-Jährigen zu Hilfe eilte.

Leere Kassen: Noch mehr Gebühren? Wie die Kommunen an Geld kommen wollen

Schwimmbäder, Kulturangebote, Infrastruktur: Vieles könnte unter der Finanznot der Kommunen leiden. Eine Umfrage zeigt, welche Folgen Städte und Gemeinden ohne Entlastung erwarten.

Mit dem Longboard von Flensburg zum Bodensee

Ein 36-Jähriger aus Sachsen-Anhalt rollt auf einem längeren Skateboard durch Deutschland. Sein Ziel ist über 1000 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Rund 50 Kilometer will er am Tag zurücklegen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.