Baden-Württemberg
Baden-Württemberg baut sein Radschnellweg-Netz weiter aus

Baden-Württemberg Baden-Württemberg baut sein Radschnellweg-Netz weiter aus

Quelle: dpa/Patrick Seeger
dpa

In Baden-Württemberg wird das Netz der Radschnellwege weiter ausgebaut, um die Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Fahrrad zu bewegen.

Von den bundesweit insgesamt 14 geförderten Radschnellwegen führen 8 durch den Südwesten, wie das Verkehrsministerium am Montag mitteilte. Zuerst hatte die «Schwäbische Zeitung» über die neue Förderung berichtet. Bislang waren nur vier dieser acht Wege bekannt gewesen.

In Baden-Württemberg soll es Radschnellwege geben unter anderem zwischen Baindt (Kreis Ravensburg) und Friedrichshafen, Mannheim und Heidelberg, Heilbronn und Bad Wimpfen, Schorndorf und Fellbach sowie Ludwigsburg und Waiblingen. Freiburg wird zudem mit Waldkirch und Emmendingen verbunden, Lörrach mit Schopfheim und Esslingen mit Plochingen und Reichenbach. «Insbesondere in der aktuellen Krisenzeit sehen wir, wie wichtig das Fahrrad für unsere tägliche Mobilität ist», sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Montag. «Deshalb benötigt das Rad mehr Platz im Straßenraum und schnelle Radwege.»

Radschnellwege auf den bekannten Pendlerachsen sind mindestens vier Meter breit und fünf Kilometer lang, sie sind mit Brücken oder Unterführungen ausgestattet und verbinden Kommunen meist direkt und mit nur geringen Steigungen. Als erste Radschnellverbindung in Baden-Württemberg war im Mai 2019 die Trasse zwischen Böblingen/Sindelfingen und Stuttgart eröffnet worden.

Der Bund trägt nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums im Durchschnitt 75 Prozent der Kosten für Planung und Bau von Radschnellwegen. Dafür stehen dem Bundesverkehrsministerium in der laufenden Förderperiode jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Summe soll sich vom kommenden Jahr an verdoppeln.

Mehr zum Thema

Baden-Württemberg bleibt Durchgangsland für Wölfe

Die Zahl der Wölfe wächst in Deutschland stetig, sie bleibt aber in Baden-Württemberg konstant - noch. Denn Experten rechnen fest damit, dass sich das im Südwesten noch ändern wird und mehr Wölfe zu Stammgästen werden.

"Freiwilligen Pädagogischen Jahr" soll Druck von Schulen nehmen & für Lehrer werben

Mit einem sogenannten Freiwilligen Pädagogischen Jahr (FPJ) soll im Streit um Lehrermangel und fehlenden Nachwuchs der Druck auf die Schulen verringert werden.

Ukrainekrieg und Inflation: Tafeln erleben Ansturm

Die 147 Tafeln im Südwesten erleben angesichts des Russland-Ukraine-Kriegs und der Inflation einen Ansturm.

Personalnot bei Pflegehilfskräften in Baden-Württemberg

In der Pflege fehlen laut Experten nicht mehr nur Fach-, sondern auch Hilfskräfte. Deshalb müsse man bei der Rekrutierung neue Wege gehen. Was sagt das Land dazu?

Mit Kleber gegen Klimakollaps: Polizeigewahrsam gefordert

Verschandelte Kunstwerke, blockierte Straßen: Nicht nur das Klima steht vor dem Kollaps, auch die Nerven mancher Autofahrer liegen blank angesichts radikaler Klimaproteste. Die Polizeigewerkschaft im Südwesten fordert einen harten Umgang mit den Aktivisten.

Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.