News aus der Fächerstadt
Barrierefreiheit für den Karlsruher Bahnhofsvorplatz: Frühestens im Jahr 2030

News aus der Fächerstadt Barrierefreiheit für den Karlsruher Bahnhofsvorplatz: Frühestens im Jahr 2030

Quelle: Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Bis die Fahrgäste auf dem Karlsruher Bahnhofsvorplatz ebenerdig in die Stadt- und Straßenbahnen einsteigen können, kann es noch gut ein halbes Jahrzehnt dauern, darüber informiert die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung vom 26. Juli 2024.

Barrierefreiheit am Karlsruher Bahnhofsvorplatz?

Barrierefreiheit am Karlsruher Bahnhofsvorplatz gibt es frühestens im Jahr 2030. Dies geht aus der Antwort der Verwaltung auf einen Antrag der FDP-Fraktion hervor, der kürzlich im Planungsausschuss des Gemeinderats diskutiert wurde.

In ihrem Antrag hatte die FDP einen „umgehenden barrierefreien Ausbau“ des Bahnhofsvorplatzes gefordert. Gerade hier müsse mobilitätseingeschränkten Personen ein guter Zugang zum öffentlichen Nahverkehr gewährt werden. Zudem stehe das Ergebnis des Umbaus bereits seit Durchführung des Planungswettbewerbs im Jahr 2009 fest, heißt es weiter.

 

Umbau des Bahnhofsvorplatzes – mehrere Faktoren

Ein sofortiger Baubeginn sei allerdings nicht möglich, teilte die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme mit. Grund hierfür seien, dass beim Umbau des Bahnhofsvorplatzes mehrere Faktoren eine Rolle spielen würden:

Um einen barrierefreien Zugang herstellen zu können, müsse die Gleislage geändert werden. Diese Arbeiten sollten bestenfalls im Zusammenhang mit weiteren Arbeiten in der Ebertstraße erfolgen.

Auch sei der Streckenabschnitt zwischen Haupt- und Albtalbahnhof an der Kapazitätsgrenze angelangt und stehe auf „Priorität 1“. Allerdings sei noch offen, welche Variante hier umgesetzt werde. Daher sei eine Fertigstellung der Barrierefreiheit am Bahnhofsvorplatz nicht vor 2030 denkbar.

Abhilfe: Provisorische Bahnsteigerhöhung sei denkbar

Angesichts des langen Realisierungszeitraums schlugen die Gemeinderatsmitglieder Michael Zeh (SPD) und Aljoscha Löffler (GRÜNE) vor, den barrierefreien Zugang am Hauptbahnhof mittels einer provisorischen Bahnsteigerhöhung herzustellen. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe sicherten dem eine Prüfung zu.

 

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