News aus Baden-Württemberg
Betrugsstraftaten nehmen in Baden-Württemberg deutlich zu

News aus Baden-Württemberg Betrugsstraftaten nehmen in Baden-Württemberg deutlich zu

Quelle: Daniel Karmann/dpa
dpa

Betrüger bringen ihre Opfer oft um hohe Summen. Aber auch kleinere Betrugsdelikte wie Schwarzfahren oder Tanken ohne zu bezahlen nehmen im Südwesten zu. Eine kleine Entwarnung gibt es jedoch auch.

Betrug mit EC-Karten, Tanken ohne zu bezahlen, Schwarzfahren – nach drei Jahren Rückgang ist die Zahl sogenannter Vermögens- und Fälschungsdelikte im Südwesten im vergangenen Jahr wieder merklich gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2022 seien sieben Prozent mehr und damit mehr als 108.200 Fälle erfasst worden, wie aus dem jüngst vorgestellten Sicherheitsbericht des Innenministeriums hervorgeht. Der dadurch angerichtete finanzielle Schaden stieg mit rund 505 Millionen Euro auf den höchsten Wert seit 2014. Dreiviertel davon wurde durch Betrügereien verursacht.

Unter anderem ragen Tankbetrug und Schwarzfahren heraus: So fuhren Autofahrer in mehr als 10.600 Fällen nach dem Tanken einfach ohne zu bezahlen davon – das waren gut 2000 Fälle mehr als 2022. Als einer der Gründe dafür gilt die hohe Inflation und die im vergangenen Jahr teils hohen Spritpreise. Auch wurden deutlich mehr Schwarzfahrten erfasst: Im Segment «Erschleichen von Leistungen», das nach Angaben des Innenministeriums fast ausschließlich Fahrten ohne Fahrschein erfasst, stiegen die Fallzahlen um mehr als 5000 auf 22 480.

Dafür wurden im vergangenen Jahr weniger Betrugsstraftaten durch den Enkeltrick, falsche Polizisten oder Schockanrufe registriert. Die Zahl sank um gut 43 Prozent auf rund 10.500 Fälle. Kleiner Wermutstropfen: Der angerichtete finanzielle Schaden stieg dennoch um 4,6 Prozent auf rund 21,6 Millionen Euro. Beim Enkeltrick geben sich Betrüger als vermeintlicher Enkel aus und bringen ältere Menschen um viel Geld.

Bei Schockanrufen gaukeln oft aus dem Ausland operierende Täter ihren Opfern vor, als angeblicher Angehöriger in dramatischer Notlage zu sein und fordern hohe Summen. Auch Kriminelle, die sich als Polizisten ausgeben, sind immer wieder erfolgreich und nötigen ihre Opfer, ihnen wegen angeblich drohender Gefahren Geld oder Wertsachen auszuhändigen.

 

Weitere Nachrichten

Schlecker-Familie soll Millionensumme zurückzahlen

Die Drogeriemarktkette Schlecker ist längst Geschichte. Doch nun holt ein Skandal um die Auslagerung von Beschäftigten in eine Personalagentur die Familie ein.

Kollision mit Radfahrer: 17-jähriger Streckenposten bei Triathlon schwer verletzt

Ein 17-Jähriger ist bei einem Triathlon-Wettkampf im Kraichgau auf der Strecke mit einem Teilnehmer auf einem Fahrrad kollidiert und schwer verletzt worden.

Sieben Menschen nach Erdrutsch in Gaggenau in Sicherheit gebracht

Sie hören ein merkwürdiges Poltern und rufen die Feuerwehr. Ein Erdrutsch hat den Bewohnern eines Stadtteils von Gaggenau eine unruhige Nacht beschert. Vier Häuser wurden geräumt.

100 Jahre Kristallweizen: Unterschätztes Charakterbier?

Weißbier gilt als urbayerische Erfindung. Doch das Kristallweizen stammt aus Baden-Württemberg. Ein Liebesbrief gilt als «Geburtsurkunde».

Laut Studie: Krähen können Zahl ihrer Rufe im Voraus planen

Krähen werden zwar nicht für ihren Gesang gefeiert, doch Wissenschaftler sind begeistert von ihrem Lernvermögen. Eine Studie zeigt nun, dass die Singvögel kompetente Zahlenmeister sind.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.