News
Bürgermeister fordern vom Bund Hilfe bei Finanzproblemen

News Bürgermeister fordern vom Bund Hilfe bei Finanzproblemen

Quelle: Tobias Hase
dpa

Dass die Finanzlage der Städte und Gemeinden nicht rosig ist, ist schon lang bekannt. Nun zeigt eine neue Umfrage unter Bürgermeistern, wie dringend diese Hilfe vom Bund brauchen.

Aus Sicht einer großen Mehrheit der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Baden-Württemberg sollte sich die neue Bundesregierung als Erstes mit einer Stärkung der kommunalen Finanzen beschäftigen. In einer Umfrage des baden-württembergischen Gemeindetags gaben vier von fünf Befragten (81,5 Prozent) an, die Stärkung der Kommunalfinanzen sei die wichtigste Aufgabe, die die neue Bundesregierung sofort anpacken müsse.

Für die Erhebung befragte der Gemeindetag die Oberbürgermeister und Bürgermeister seiner 1.065 Mitgliedsstädte und Mitgliedsgemeinden. Geantwortet haben zwischen dem 6. Mai und dem 9. Mai den Angaben zufolge 685 Kommunen – also mehr als die Hälfte.

Kommunen fordern größeren Anteil an Steuereinnahmen

Die Kommunen in Baden-Württemberg hätten im vergangenen Jahr ein Defizit von mehr als drei Milliarden Euro in den laufenden Haushalten erlitten, sagte der Präsident des Gemeindetags, Steffen Jäger. Die Vorzeichen für 2025 seien noch düsterer. «Die Stabilisierung der Kommunalfinanzen hat höchste Priorität», sagte Jäger, der sofortige Gespräche über eine Reform der Finanzbeziehungen zwischen Bund um Kommunen forderte. «Die Kommunen brauchen einen größeren Anteil an den Gemeinschaftssteuern – und das schnell.»

Auch die Umsetzbarkeit politischer Entscheidungen brennt den Befragten unter den Nägeln. Knapp jeder zweite Bürgermeister (47,6 Prozent) findet laut Umfrage, die Bundesregierung müsse politische Entscheidungen wieder stärker an der Umsetzbarkeit vor Ort und den verfügbaren Ressourcen ausrichten.

Aus Sicht des Gemeindetags braucht es mittelfristig eine Debatte darüber, welche staatlichen Aufgaben mit den vorhandenen Ressourcen erfüllt werden könnten. Das sehen auch die befragten Kommunalpolitiker so. Gut vier von fünf (84,4 Prozent) sprachen sich für eine Fokussierung des Staates auf Kernaufgaben und die Daseinsvorsorge aus.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Brandstifter nach rund 40 Bränden in U-Haft

Stroh, Felder, Holzstapel: Seit Juni brennt es im Enzkreis immer wieder. Jetzt könnte das ein Ende haben.

Bahnhofsvorplatz am Karlsruher Hauptbahnhof wird teilweise barrierefrei umgebaut

Derzeit entsprechen die Bahnsteige am Bahnhofsvorplatz aufgrund ihrer geringen Höhe nicht den Anforderungen an einen barrierefreien Zugang zum ÖPNV. Durch den Umbau sollen die Haltestellen bis zum Komplettumbau provisorisch umgerüstet werden.

Lebenserwartung in Baden-Württemberg steigt erneut leicht an

Fast zehn Jahre mehr Lebenszeit für Neugeborene als in den 1970ern – warum die Säuglingssterblichkeit und bessere Vorsorge die Lebenserwartung im Südwesten so stark beeinflussen.

Schwimmunterricht ohne Rettungsfähigkeit? Land lässt prüfen

Wer Schülern Schwimmen beibringt, muss im Notfall Leben retten können. Landesweit wird nun geprüft, ob das auch immer der Fall ist. Ein Verdacht aus dem Raum Baden-Baden sorgt für Unsicherheiten.

Lebensmitteleinkauf: Was Rabatt-Apps so beliebt macht – und was kritisiert wird

Rabatt-Apps versprechen exklusive Sparvorteile. Verbraucherschützer sehen genau darin eine Benachteiligung. Ein großer Teil der Kunden nutzt die Apps, hat daran jedoch oft auch etwas auszusetzen.

Stadtbahn-Ausfälle nach Oberleitungsschaden in Karlsruhe

Pendler müssen umplanen: Auf den Linien S4, S5 und S51 fahren Ersatzbusse statt Stadtbahnen. Wann sind die Reparaturarbeiten abgeschlossen?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.