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Bund und Länder dringen auf besseres Wolfsmanagement

News Bund und Länder dringen auf besseres Wolfsmanagement

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa

Wie viele Wölfe streifen durch Deutschland – und was bedeutet das für Weidetierhalter? Die Agrarminister fordern mehr Überblick und rechtssichere Regeln für den Abschuss.

Deutschland braucht aus Sicht von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer jederzeit einen Überblick darüber, wie viele Wölfe wo unterwegs sind. Dafür solle ein Wolfsmanagement aufgebaut werden, sagte der CSU-Politiker nach der Agrarministerkonferenz in Heidelberg. Der Gastgeber und baden-württembergische Ressortchef Peter Hauk (CDU) nannte es «peinlich», dass es noch kein ordentliches Wolfsmanagement gebe.

Wolf soll nicht ausgerottet werden

Nach einer Abstufung des Schutzstatus des Wolfs auf EU-Ebene von streng geschützt auf geschützt soll der Wolf ins deutsche Jagdrecht aufgenommen und im Bundesnaturschutzgesetz die rechtssichere Entnahme – das Töten – der Raubtiere umgesetzt werden. Die Gespräche mit dem Bundesumweltministerium dazu liefen noch, sagte Bundesminister Rainer.

Es gehe um den Schutz der Weidetierhaltung, betonte er. Der Wolf solle nicht ausgerottet werden. Das bekräftigte auch Hauk – wenngleich er auf eine Wolfsattacke auf ein spielendes Kind in den Niederlanden vor wenigen Wochen verwies. Der Vorfall habe einigen Menschen schon zu denken gegeben.

Treffen mit EU-Vertretern zu Abschussmöglichkeiten

Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern kündigte ein Treffen zum Wolf am Dienstag in Brüssel an. Vertreter mehrerer Länder sowie Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem Bundesumweltministerium wollen demnach auf Basis aktueller Zahlen zu den Wolfsbeständen in Deutschland über rechtssichere Möglichkeiten zum Abschuss auffälliger Tieren in Regionen mit hoher Population sprechen. Auch solle darüber geredet werden, ob zusätzliche Maßnahmen entwickelt werden.

Er befasse sich seit 27 Jahren mit dem Thema, sagte Backhaus. Mit Blick auf die geplanten Änderungen sagte er: «Ich glaube, wir haben den Durchbruch.» Für die grün-geführten Agrarministerien betonte Miriam Staudte aus Niedersachsen, dass nur sogenannte Problemwölfe erschossen werden sollten. Die Ressortleitungen ihrer Partei hielten nichts von pauschalen Obergrenzen.

 

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