News aus Baden-Württemberg
Bund unterstützt Kitz-Retter mit Geld für Drohnen

News aus Baden-Württemberg Bund unterstützt Kitz-Retter mit Geld für Drohnen

Quelle: Pixabay
dpa

Mit moderner Technik können im hohen Gras versteckte Rehkitze am besten gefunden und vor dem Tod durch ein Mähwerk bewahrt werden. Der Bund fördert deshalb den Kauf von Drohnen.

Wenn Reh-Mütter im Frühling ihre Kinder zur Welt bringen, lauert auf ihre im hohen Gras abgelegten Kitze eine tödliche Gefahr: Die Bauern mähen ihre Wiesen und erwischen nicht selten die Tiere. Damit das nicht passiert, gehen Kitzretter mit Drohnen auf Streife, um die Jungtiere zu orten, zu sichern und sie nach der Mahd wieder mit den Ricken zusammenzuführen. Doch die Drohnen sind teuer.

Deshalb unterstützt das Bundeslandwirtschaftsministerium seit Mitte März deren Anschaffung mit insgesamt rund drei Millionen Euro. In Baden-Württemberg profitieren davon derzeit 39 Teilnehmer, denen insgesamt 41 600 Euro bewilligt wurden. Vereine, die Tier- und Naturschutz zum Ziel haben, können noch bis September Anträge stellen. Gefördert wird die Anschaffung von bis zu zwei Drohnen mit Wärmebildkameras und zugehörigen Ersatzakkus. Die Förderung pro Drohne beträgt dabei 60 Prozent oder maximal 4000 Euro der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Allerorten engagieren sich Ehrenamtliche, um den Jungtieren einen guten Start ins Leben zu bescheren. So haben etwa die Kitzretter aus Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) mithilfe ihrer Drohne bislang 127 Tierbabys vor dem Tode bewahrt. Nach Schätzungen der Wildtierstiftung werden 50 000 bis 100 000 Kitze im Jahr getötet.

Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte: «Die Arbeit von ehrenamtlichen Kitzrettern, Landwirten und Jägern ist wichtig und sinnvoll.» Die Akteure müssten sich zusammenschließen. Überdies gehöre der Schutz der Kitze zur guten fachlichen Praxis.

 

Weitere Nachrichten

Beim Tischtennis: Senior wird zwischen Heuballen eingeklemmt und stirbt

Ein Mann ist auf einem Hof im Schwarzwald-Baar-Kreis zwischen zwei Heuballen eingeklemmt worden und gestorben.

Corona-Demos: Von gewalttätigen Protesten fernhalten

Wenn Corona-Proteste in Gewalt umschlagen, haben anständige Bürger dort aus Sicht von Innenminister Thomas Strobl nichts mehr verloren.

Mittlerweile über Tausend Fälle gefälschter Impfpässe im Land

Zutritt nur mit 2G: Wer nicht geimpft oder genesen ist, bleibt derzeit oft außen vor. Das treibt den Handel mit gefälschten Impfpässen voran. Und die Zahl der Fälle nimmt laut Polizei zu.

Corona-Schwellenwerte beschäftigen Verwaltungsgerichtshof

Der 1. Senat des Verwaltungsgerichtshofs ist in Corona-Zeiten schwer gefragt. Immer wieder ziehen Bürger gegen das Land vor den Kadi. Derzeit müssen die Mannheimer Richter vor allem über die Stufenregelung für Corona-Beschränkungen entscheiden.

Philippsburg plant Klage gegen Lagerung von Atommüll

Die Stadt Philippsburg will juristisch gegen die geplante Zwischenlagerung von Atommüll aus Frankreich vorgehen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.