News aus Baden-Württemberg
Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturm- und Orkanböen

News aus Baden-Württemberg Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturm- und Orkanböen

Quelle: Andreas Rosar
dpa

Am Donnerstag schließen vereinzelt Weihnachtsmärkte wegen einer Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes ihre Pforten. Es gibt aber auch Entwarnung: Am 24. sowie an den Weihnachtsfeiertagen werden milde Luftmassen erwartet.

Nach der Sturmwarnung erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Heiligabend und die Feiertage ruhigeres Wetter in Baden-Württemberg. Am Donnerstag waren vereinzelt Weihnachtsmärkte geschlossen worden, etwa in Konstanz, Baden-Baden und Bühl (Kreis Rastatt). Doch in den nächsten Tagen sollen milde Luftmassen und nachlassender Regen für eine relativ entspannte Weihnachtszeit sorgen. Dennoch bleibe es nicht vollständig windfrei. Im Hochschwarzwald und im Oberrheingraben können Heiligabend weiterhin Sturmböen auftreten, sagte ein Sprecher des DWD in Stuttgart. Es bleibe stark bewölkt bis bedeckt.

Auf Schnee müssten die Baden-Württemberger an Heiligabend und den Feiertagen leider verzichten. «Es gibt keine weiße Weihnachten, zumindest nicht im Flachland», sagte der Sprecher. «Nur auf den Gipfellagen kann zeitweise etwas Schnee dazukommen». Dieser solle aber wegen der milden Luftmassen ab Samstagnacht schon zu schmelzen beginnen.

Auch am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag (Montag und Dienstag) klingt das ungemütliche Wetter weiter ab. Die Nächte bleiben überwiegend frostfrei. Mäßige bis steife Böen ziehen übers Ländle. Im Hochschwarzwald können schwere Böen dazukommen. Die Temperaturen bewegen sich Montag und Dienstag in Stuttgart um die zwölf Grad.

Das schlechte Wetter der Vorweihnachtstage scheint somit zu verschwinden. Am Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst vor Sturm- und Orkanböen gewarnt. Für ganz Baden-Württemberg gaben die Meteorologen am Donnerstagmorgen Warnungen vor markantem Wetter (Stufe 2) heraus.

Für einige Gegenden im Südwesten des Landes – betroffen war vor allem der Hochschwarzwald mit Lagen oberhalb von 1000 Metern – gab es auch eine Warnung vor Unwetter (Stufe 3). Im Bereich um den Berg Hornisgrinde waren Windgeschwindigkeiten von 130 km/h erwartet worden. Im Flachland um Stuttgart rechnete man mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. In der oberen Rheinregionen waren teilweise Winde um die 70 km/h gemessen worden. Die Wetterwarnung galt vorerst bis zum Samstagmorgen.

«Windgeschwindigkeiten sind in ihrer Gefährlichkeit immer relativ zu sehen. Beispielsweise kann sich ein frischer Wind schon gefährlich auf eine Markise einwirken, die vergessen wurde einzufahren. Oder aber es können auch Bäume durch Wind umgerissen werden, wo der Boden zuvor schon aufgeweicht war», sagte der DWD-Sprecher.

Im Zuge der Warnung von Donnerstag wurden vereinzelt Weihnachtsmärkte kurzfristig geschlossen. Betroffen waren etwa die Weihnachtsmärkte in Konstanz und in Baden-Baden. «Aufgrund der aktuellen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor starken Sturmböen und Fallwinden ist der Baden-Badener Christkindelsmarkt am heutigen Donnerstag seit 12 Uhr geschlossen», teilte die Baden-Badener Kur & Tourismus GmbH mit, die den Weihnachtsmarkt veranstaltet. In Bühl (Kreis Rastatt) hatte man den Weihnachtsmarkt ab 14 Uhr dicht gemacht.

Durch das Unwetter hatten auch Polizeikräfte einiges zu tun. Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Karlsruhe berichtete von rund 15 sturmbedingten Einsätzen bis Donnerstagmittag. Hauptsächlich handelte es sich um umgestürzte Bäume. Verletzte gab es nach Erkenntnissen von Donnerstagmittag keine.

 

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