Gegen einen Engpass im Winter
Diese Maßnahmen werden umgesetzt: Stadt Karlsruhe spart ab sofort Energie ein

Gegen einen Engpass im Winter Diese Maßnahmen werden umgesetzt: Stadt Karlsruhe spart ab sofort Energie ein

Quelle: Georg Hertweck, Stadt Karlsruhe

Mit Sofortmaßnahmen zur Senkung ihres Energieverbrauchs will die Stadtverwaltung Karlsruhe einer drohenden Gasmangellage entgegentreten, heißt es in einer Pressemeldung vom 10. August 2022. Die folgenden Maßnahmen sollen in Kürze umgesetzt werden.

Stadt Karlsruhe spart ab sofort Energie ein

Die Stadtverwaltung Karlsruhe will einer drohenden Gasmangellage entgegentreten. In einem Schreiben an alle städtischen Dienststellen beauftragte das zuständige Personaldezernat daher die kurzfristige Umsetzung von drei Maßnahmen.

Hintergrund ist ein drohender Energie-Engpass im Winter, ausgelöst durch reduzierte Gaslieferungen aus Russland infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. Durch die Drosselung der Gaslieferungen rechnet die Bundesnetzagentur damit, dass die Energieversorgung Deutschlands im Winter nicht ausreichen wird, um Unternehmen und Privathaushalte genügend mit Energie zu versorgen. Somit muss der Energieverbrauch deutlich abgesenkt werden, heißt es in der Pressemeldung.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hatte im Juli angekündigt, die Stadtverwaltung werde beim Energiesparen vorangehen. Die Sofortmaßnahmen seien ein erster Schritt. Insgesamt strebe die Stadt Karlsruhe eine Absenkung ihres Energieverbrauchs in der Summe um bis zu 20 Prozent an.

 

Abschalten der Warmwasseraufbereitung

Die Stadt wird grundsätzlich alle Warmwasserbereitungsanlagen in ihren Verwaltungsgebäuden deaktivieren, also zentrale Warmwasserspeicher oder dezentrale Speicher oder Durchlauferhitzer. Es gibt vereinzelte Ausnahmen, wird informiert.

Dazu zählen beispielsweise Personalduschen für Arbeitskräfte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit duschen müssen, betriebsbedingter Warmwasserbedarf sowie Warmwasser in zentralen Küchen und Teeküchen. Wandwaschbecken in WCs werden etwa nicht mehr mit warmem Wasser versorgt.

 

Kein Betrieb von Klima- & Lüftungsanlagen

Die Stadt wird möglichst alle Anlagen zur Raumluftkühlung und alle mechanischen Lüftungsanlagen außer Betrieb nehmen. Dies gilt dort, wo es eine freie Möglichkeit der Belüftung gibt und keine zwingenden Gründe die Kälteversorgung erfordern. Hier geht es um zentrale oder dezentrale Gebäudetechnik, nicht um mobile Geräte wie Ventilatoren.

Betroffen sind davon in erster Linie größere Räume, Säle oder Hallen zum Aufenthalt größerer Personengruppen. Für Veranstaltungsstätten oder beispielsweise Museen gilt dies aktuell noch nicht. Hierfür soll eine angepasste Regelung noch abgestimmt werden.

 

Keine Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden

Als weitere Sofortmaßnahme und sichtbares Zeichen in der Außenwirkung sollen städtische Gebäude nicht weiter angestrahlt werden. Hingegen wird die Beleuchtung in den Gebäuden aus Sicherheitsgründen weiterhin angemessen nutzungsspezifisch eingesetzt.

Ziel sei hier die deutliche Absenkung des Strom- und des Heizwärmeverbrauchs.

 

Weitere Maßnahmen werden geplant & bewertet

Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) beziffere die Wirkung der Sofortmaßnahmen wie folgt: Die Abschaltung von Warmwasseraufbereitungen könne bis zu fünf Prozent der jährlichen Heizwärmebedarfe einsparen und mit der Abschaltung von Kälte- und Lüftungsanlagen außerhalb der Heizperiode ließe sich bis zu sechs Prozent des städtischen Strombedarfes reduzieren.

Städtische Gebäude nicht mehr anzustrahlen, hat keinen größeren messbaren Effekt. Sie diene dazu, auf den drohenden Energie-Engpass hinzuweisen und Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Organisationen zum Energiesparen aufzurufen.

Um bis zu 20 Prozent des städtischen Wärme- und Stromverbrauches zu reduzieren, müsse für die Heizperiode noch weitere, deutlich wirksamere Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt werden, kündigte HGW an. Die Maßnahmen würden aktuell stadtintern geplant und bewertet.

 

Weitere Nachrichten

44.000 Gäste: Karlsruher Weihnachtscircus zieht positive Bilanz und plant Neues

Am 06. Januar 2026 endete die 16. Spielzeit des Karlsruher Weihnachtscircus auf dem Messplatz an der Durlacher Allee. Im Hintergrund laufen bereits die Planungen für die 17. Ausgabe, die vom 18. Dezember bis zum 06. Januar 2027, stattfinden wird.

Grüner Rückzugsort: In Knielingen entsteht der erste "PikoPark" in Karlsruhe

Im Karlsruher Stadtteil Knielingen soll der erste PikoPark in der Fächerstadt entstehen. Auf kleinem Raum werde ein naturnaher Lebensraum geschaffen, der Artenvielfalt fördere, das Mikroklima verbessere und Erholungs- und Aufenthaltsort für Menschen sei.

Mutmaßliche Brandstiftung in Ettlinger Schule: Polizei bittet um Zeugenhinweise

Am frühen Dienstagmorgen, 06. Januar 2026, legten bislang unbekannte Täter mutmaßlich einen Brand in einer Schule in der Middelkerker Straße in Ettlingen. Die Polizei sucht nach Zeugen, das geht aus einer Pressemeldung vom 07. Januar 2026, hervor.

Das Erlebnisbad Europabad in Karlsruhe.

Fernwärmeversorgung unterbrochen: Karlsruher Europabad wurde geschlossen

Aufgrund einer Leckage an einer Fernwärmezuleitung im Bereich des Europabads haben die Stadtwerke Karlsruhe die Fernwärmeversorgung des Europabads und der Europahalle am Montag, 05. Januar 2026, gegen 17:00 Uhr kontrolliert und unterbrochen.

Redaktionstipp

Eisbaden, Hochzeitsmesse & mehr: Januar-Veranstaltungen in Karlsruhe

Der erste Monat im neuen Jahr hält mehrere Veranstaltungen bereit - dabei ist die Vielfalt der Events groß! Von Dinnershow, über soziale Veranstaltungen und sportliche Highlights - in Karlsruhe kann im Januar viel erlebt werden. meinKA hat einen Überblick.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.