News
Dramatische Wetterfolgen: Schon knapp 800 Hitzetote im Südwesten

News Dramatische Wetterfolgen: Schon knapp 800 Hitzetote im Südwesten

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Hohe Temperaturen gehen oft mit mehr Sterbefällen einher. In diesem Jahr sind bereits viele Menschen gestorben im Südwesten. Besonders ältere Menschen sind gefährdet.

In Baden-Württemberg sind nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in diesem Sommer bereits knapp 800 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Einschließlich der extremen Hitzewelle Ende Juni geht das RKI von 790 hitzebedingten Sterbefällen im Land aus. Damit kommen im laufenden Jahr sieben hitzebedingte Todesfälle auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Besonders ältere Menschen sind betroffen.

Es handelt sich dabei aber nicht um einen Rekordwert der vergangenen Jahre. Im besonders heißen und trockenen Jahr 2018 gab es laut RKI in Baden-Württemberg 1150 Hitzetote, 2022 waren es 1110. Im vergangenen Jahr sind dem RKI zufolge 830 Menschen im Südwesten im Zusammenhang mit Hitze gestorben. Die RKI-Schätzung basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Oft Kombination mit Vorerkrankungen

Bundesweit geht das RKI von bislang 5.120 hitzebedingten Sterbefällen in diesem Jahr aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

In der letzten Juniwoche hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional über 40 Grad gegeben. Mehrfach waren Temperaturrekorde gebrochen worden. Weil der Sommer erst angefangen hat, könnte die Anzahl der Hitzetoten je nach Wetterlage noch deutlich steigen.

 

Weitere Nachrichten

Aktuelle Waldbrandgefahr: Wie die Feuerwehr gegen Waldbrände aufgestellt ist

Längere Trockenphasen verändern auch Baden-Württemberg. Die Feuerwehr stellt sich auf Großbrände ein, baut neue Strategien auf – und räumt ein, dass es bei Ausrüstung und Erfahrung noch Lücken gibt.

Von wegen Arzneimittel: Was der Karlsruher Zoll in Paketen entdeckt

Immer wieder fängt der Zoll gefälschte Arzneimittel oder Lebensmittel mit illegalen Substanzen ab. Hunderte Pakete werden überprüft. Was die Fahnder darin manchmal finden.

Niedrigwasser: Bodensee fällt auf historischen Tiefstand im Juli

Anhaltende Trockenheit lässt den Wasserstand des Bodensees auf ein Rekordtief für Juli sinken. Vor der Insel Reichenau ist der Seegrund schon zu sehen. Hat das Niedrigwasser schon Folgen?

Person verschanzt sich in Wohnung in Karlsruhe: Sind Waffen im Spiel?

Großeinsatz in Karlsruhe: Eine Person verbarrikadiert sich nach einem Streit unter Nachbarn in ihrer Wohnung (Unterer Dammweg, 76149 Karlsruhe-Neureut). Die Polizei hält sich mit Details zurück. Sind Waffen im Spiel?

Auf dem Schulweg in Pfinztal: Mann soll sich vor Mädchen entblößt haben

Mehrere Mädchen erleben auf dem Schulweg einen schockierenden Moment: Ein Mann soll sich auf einer Parkbank entblößt haben. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.

Kultusministerium äußert sich: Hitzefrei auch an Berufsschulen und Oberstufen möglich

Bisher hieß es, dass es kein Hitzefrei für Berufsschulen und Oberstufen gibt. Nun stellt das Ministerium klar: Auch diese Schüler können Hitzefrei bekommen. Wer entscheidet am Ende?






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.