Landkreis Karlsruhe
Effiziente Jagd für Waldumbau: Jagdsaison in Karlsruhe hat begonnen

Landkreis Karlsruhe Effiziente Jagd für Waldumbau: Jagdsaison in Karlsruhe hat begonnen

Quelle: Pixabay

Der Wald im Landkreis Karlsruhe leidet unter dem Klimawandel. Leider werden die frisch gepflanzten Bäume oftmals von Rehen gefressen. Daher informiert das Landratsamt Karlsruhe darüber, dass ohne eine effiziente Jagd der Waldumbau nicht gelingen kann.

Wald leidet unter dem Klimawandel

Im Landkreis Karlsruhe leidet der Wald unter den Folgen des Klimawandels und der letzten Dürrejahre. Der Erhalt und Aufbau standortgerechter, multifunktionaler Mischwälder aus klimastabilen Baumarten mit ihren positiven Funktionen für Gesellschaft und Natur wie Biodiversität, Trinkwasserschutz, Erholungsfunktion und Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz ist übergeordnetes Ziel und Herausforderung.

Entscheidend ist dabei eine natürliche Verjüngung der Waldbäume und diese auch durch Pflanzungen zu ergänzen, insbesondere dann, wenn am jeweiligen Standort keine Bäume vorhanden sind, die mit dem Klimawandel zurechtkommen.

 

Verbissschäden durch das Rehwild

Die gegenüber dem Klimawandel fitten Wälder benötigen ausreichend Struktur- und Artenreichtum. Dieses kann nur erreicht werden, wenn das Schalenwild keine zu großen Schäden anrichtet, informiert das Landratsamt Karlsruhe.

„Verbissschäden durch das Rehwild sind insbesondere an Eiche und Tanne sowie weiteren sonstigen Laubbaumarten feststellbar. Dies sind jedoch gerade die Baumarten, auf die wir in Richtung Klimawandel die größten Hoffnungen setzen“, so Forstamtsleiter Martin Moosmayer zum aktuell durchgeführten Forstlichen Gutachten zum Einfluss des Wildes auf die Waldverjüngung.

 

Jungen Triebe, Blätter & Knospen werden gefressen

Zwar ist das Rehwild unzweifelhaft Teil des Ökosystems Wald, in seinem Nahrungsspektrum neigt es aber dazu, die jungen Triebe, Blätter und Knospen zu fressen. Bevorzugt werden dabei ausgerechnet Baumarten, welche sich im Konkurrenzkampf mit anderen Arten – zum Beispiel der Buche im Bergwald oder dem Bergahorn im Auewald – kaum behaupten können.

„Die Buche macht uns im Hinblick auf den Klimawandel zunehmend Kummer, daher ist es doppelt wichtig, dass genügend andere klimastabile Baumarten sich etablieren können. Örtlich angepasste Schalenwildbestände von Reh- und Damwild sind für das Gelingen des Waldumbaus mitentscheidend“, so der Forstamtsleiter weiter.

 

Forstamt appelliert an die Waldbesucher

Damit die Anstrengungen der Jäger positiv unterstützt werden können, appelliert das Forstamt an die Waldbesucher auf den Wegen zu bleiben und nicht für Beunruhigung in den Waldbeständen zu sorgen. Hier sollte auch im Hinblick auf die aktuelle Setz- und Brutzeit Rücksicht genommen werden.

„Unsere kommunalen Waldbesitzer, das Forstamt des Landkreises und die Jäger stehen in einer gemeinsamen Verantwortung, die Wälder und den Wildbestand aktiv in einem Gleichgewicht zu halten, so dass die Ökosystemleistungen für die Gesellschaft auch weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Balance von Wald und Wild spielt eine zentrale Rolle und fordert vor allem jetzt eine intensive Zusammenarbeit und ein gemeinsames Ziel aller Beteiligten“, so Umweltdezernent Prof. Dr. Jörg Menzel.

 

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