News aus Baden-Württemberg
Ein Toter bei Brand in Notaufnahme von Pforzheimer Krankenhaus

News aus Baden-Württemberg Ein Toter bei Brand in Notaufnahme von Pforzheimer Krankenhaus

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
dpa

Er soll stark alkoholisiert gewesen sein und aggressiv. Deshalb wurde ein Mann in einer Pforzheimer Klinik-Notaufnahme am Bett fixiert. Kurz darauf stirbt er bei einem Feuer. Es gibt viele offene Fragen.

Bei einem Brand in einer Pforzheimer Klinik-Notaufnahme ist ein ans Bett fixierter Mann gestorben. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, handelt es sich bei dem Toten um einen am Dienstagabend offenbar zuvor in die Notaufnahme eingelieferten schwer alkoholisierten Patienten. Er sei wegen seines aggressiven Verhaltens vom Krankenhauspersonal am Klinikbett fixiert worden.

Ob er deshalb starb und ob bei dem erkennbar aggressiven Patienten gebotene Vorsichtsmaßnahmen ergriffen wurden, sei Gegenstand der Ermittlungen. «Viele Fragen sind offen», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Dazu zählt auch die Frage nach der Ursache des Feuers.

Zum Zeitpunkt des Brandes am späten Dienstagabend waren nach ersten Erkenntnissen rund 20 Menschen in der Notaufnahme. Sie wurden in den Klinikhof geführt. Die genaue Zahl der Verletzten werde noch ermittelt, hieß es. Sieben Menschen waren wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt worden, hatte die Polizei zunächst mitgeteilt. Feuerwehrleute löschten den Brand und lüfteten das Gebäude – und sie fanden in den Räumlichkeiten der Notaufnahme den festgebundenen Toten.

«Die näheren Umstände dieser Fixierung und des vorangegangenen wie nachfolgenden Geschehens sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», so Polizei und Staatsanwaltschaft in der Mitteilung. Sachverständige des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg und eine Obduktion der Leiche sollen Aufschluss zur Todesursache und zum Ablauf der Ereignisse geben. Brandermittler untersuchen das Geschehen zusammen mit Sachverständigen des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Geklärt werden soll auch die Rechtmäßigkeit der Fixierung. Zur Identität des Toten sagten die Ermittler zunächst nichts.

Nach ersten Schätzungen entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Im Einsatz waren neben der Polizei die Feuerwehr mit 13 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften und sechs Rettungsdienstfahrzeuge mit elf Kräften.

Die Notaufnahme der Klinik wurde geschlossen. Der sonstige Krankenhausbetrieb sollte nach früheren Angaben weitergehen. Von der Klinik gab es auf Anfrage keine Stellungnahme.

 

Weitere Nachrichten

Wird "Drug Checking" in Baden-Württemberg erlaubt?

Von Karlsruhe aus verbreitet sich eine Warnung vor der gefährlichen Designer-Droge Cychlorphin. «Drug Checking» könnte helfen, Substanzen zu bestimmen. Doch Baden-Württemberg hinkt hier hinterher.

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.