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Eiskalt gestiegen? So teuer ist die Kugel Eis im Südwesten

News Eiskalt gestiegen? So teuer ist die Kugel Eis im Südwesten

Quelle: Jennifer Kramer/dpa
dpa

Beim ersten Eis des Jahres braucht es auch einen prüfenden Blick ins Portemonnaie: Ist die Stammeisdiele teurer geworden? Ein Rundumblick in Baden-Württemberg.

Frühlingswetter, erste Sonnenstrahlen und dazu ein Eis – oder reicht das Kleingeld dafür nicht? Auch dieses Jahr ist das Eis in den Eisdielen in Baden-Württemberg teilweise wieder teurer geworden. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in verschiedenen Städten und Eisdielen kostet eine Kugel Eis in Baden-Württemberg zwischen 1,80 Euro in Mannheim und 2,50 Euro in Stuttgart und Tübingen.

 

10 bis 20 Cent mehr pro Kugel

Bei einem Drittel der angefragten Eisdielen hätten die Preise erhöht werden müssen. Simon Schmidt, Geschäftsführer der Primafila Eismanufaktur in Heilbronn, erklärt: «Die letzten drei Jahre haben wir den Kugelpreis nicht erhöht, obwohl die Rohstoffpreise, Energiepreise und die Löhne ständig gestiegen sind.» Seit diesem Jahr koste das Eis bei Primafila deshalb 2,20 Euro, statt wie zuvor 2,00 Euro.

Auch andere Eisdielenbetreiber haben sich aufgrund des gestiegenen Mindestlohns, hoher Energiekosten oder gestiegener Rohstoffpreise für eine Erhöhung ihrer Preise um 10 bis 20 Cent pro Kugel entschieden. Simon Spillmann von der Eismanufaktur in Freiburg gibt außerdem zu bedenken, dass die Eisdielen nicht unbedingt von der Mehrwertsteuersenkung profitieren, die seit 2026 gilt. Eis, das zum Mitnehmen bestellt wird, wurde schon zuvor mit lediglich sieben Prozent besteuert.

 

Andere konnten Preis stabil halten

Mancherorts haben Eisdielenbetreiber dieses Jahr aber auch auf eine Preiserhöhung verzichten können. «Da es bei den wichtigsten Zutaten keine Preissteigerung gab, konnten wir die Preise behalten», erklärt etwa Gianni Piucco, der Betreiber von «Puro Eis» in Heidelberg. Andere Eisdielen wiederum, bei denen viel Eis im Haus verzehrt wird, konnten ihre Preise durch die Mehrwertsteuersenkung stabil halten.

 

Preisentwicklung bleibt aber unsicher

Manche Gastronomen scheinen die aktuelle Preisentwicklung noch abwarten zu wollen. Sarah Berning von der Eisdiele Lieblingseis in Biberach etwa schließt nicht aus, im Laufe des Jahres die Preise noch einmal zu erhöhen. Auch der Iran-Krieg sorgt bei den Gastronomen für Preisunsicherheit. So könnten etwa Lieferanten durch die gestiegenen Spritpreise teurer werden.

Auch Heike Silber von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hält es aktuell für schwer voraussagbar, wie sich die Eispreise bis zum Sommer entwickeln: «Bei den derzeitigen geopolitischen Begebenheiten, die sich auf Energie- und Rohstoffpreise auswirken, ist das nicht vorhersehbar.» Bislang hätte es aber keine Beschwerden über gestiegene Preise bei der Verbraucherzentrale gegeben, sagt Silber.

 

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