News
Wolf in Walldorf von Polizeiauto überfahren – wohl kein sesshaftes Tier

News Wolf in Walldorf von Polizeiauto überfahren – wohl kein sesshaftes Tier

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Seit dem Jahr 2000 starben bundesweit mehr als 1.000 Wölfe durch Unfälle – einer davon nun auch in der Nähe von Walldorf. Ihm wurde ausgerechnet ein Polizeiauto zum Verhängnis.

Der auf einer Autobahn bei Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) getötete Wolf ist von einem Polizeifahrzeug erfasst worden. Nach Angaben des Umweltministeriums ereignete sich der Unfall auf der A5. Das tote Tier sei anschließend zur nächsten Autobahnmeisterei gebracht worden. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg wurde informiert. Genetische Proben sollen am Senckenberg-Zentrum für Wildtiergenetik in Frankfurt am Main analysiert werden.

Verkehrsunfälle sind nach Angaben des Bundesdokumentations- und Beratungszentrums des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) die häufigste Todesursache der Tiere in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 wurden demnach 1.365 tote Wölfe registriert, davon starben 1.022 durch Unfälle. Jungtiere legten auf der Suche nach einem eigenen Revier lange Wanderungen quer durch die Republik zurück, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Sie müssen dabei unter anderem auch Straßen wie Autobahnen überqueren.

Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich beim toten Wolf um ein Tier auf Durchreise und nicht um einen der noch vier sesshaften Wölfe in Baden-Württemberg. Sesshaft heißt: Die Tiere halten sich dauerhaft in einem abgegrenzten Gebiet auf und ziehen nicht durch das Land.

Vier sesshafte Wölfe im Land

Zwei der «Stammgäste» sind im Nordschwarzwald zu Hause, der eine im Murg- und Enztal, der andere rund um die Hornisgrinde. Im Südschwarzwald, rund um den Schluchsee, lebt ein weiterer Wolf, während der jüngste sesshafte Wolf im Südwesten herumstreunt. Aus dem Rhein-Neckar-Kreis sind keine sesshaften Wölfe bekannt.

 

Weitere Nachrichten

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?

"House of Yang": Neue Mystery-Serie spielt im Schwarzwald

Zeitsprünge, Geheimnisse und starke Frauen: wie das Trauma einer Familie Generationen verbindet - und warum man in diesem Haus im Schwarzwald besser keine Türen schließt.

In Regionalbahn entdeckt: Drei Katzenbabys in Zug ausgesetzt

Reisende entdecken in einem Zug mehrere ausgesetzte Kätzchen. Wer sich jetzt um die drei Tiere kümmert.

Kürbis-Wettwiegen: Sieger kommt auf 986 Kilo

Riesenkürbisse, Super-Tomaten und Mega-Melonen: In Ludwigsburg messen sich die größten Kaliber aus Deutschlands Gemüsebeeten. Wer hat das dickste Gemüse?

Halbzeit auf dem Wasen: Großer Andrang, positive Bilanz

Besonders am Tag der Deutschen Einheit zog es zeitweise zu viele Besucher auf das Cannstatter Volksfest - die Polizei sperrt mehrere Zugänge. Was Feiernde in der zweiten Woche erwartet.

Kirschlorbeer-Plage an Waldrändern? Karlsruhe und andere Städte warnen

Giftig, relativ nutzlos für Insekten – und jetzt breitet sich Kirschlorbeer mancherorts auch noch an Waldrändern aus. Illegal abgekippte Gartenabfälle verschärfen das Problem.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.