Nachrichten
Frist läuft aus – Land muss über Wolf-Abschuss entscheiden

Nachrichten Frist läuft aus – Land muss über Wolf-Abschuss entscheiden

Quelle: Torsten Beuster/dpa/Symbolbild
dpa

Die Abschussgenehmigung für einen Wolf im Nordschwarzwald läuft aus. Das Umweltministerium muss nun entscheiden, wie es mit dem zutraulichen Tier weitergeht.

Weil die Genehmigung für den Abschuss eines allzu zutraulichen Wolfs im Nordschwarzwald ausläuft, muss das Umweltministerium über den nächsten Schritt entscheiden. Die Behörde kann die bis zum Dienstag (10. März) geltende Genehmigung für die derzeit eingesetzten professionellen Jäger über die Paarungszeit der Wölfe hinaus verlängern. Oder sie lässt diese ruhen und das Tier, das sich rund um die Hornisgrinde zu oft den Menschen genähert hat, kann bis auf weiteres am Leben bleiben.

Das Ministerium hält sich bislang bedeckt. Wie es weitergeht, werde Anfang dieser Woche entschieden und verkündet, sagte ein Sprecher zuletzt.

 

Neue Argumente müssen her

Das Umweltministerium hatte den Abschuss damit begründet, dass sich der Wolf mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Seit Anfang 2024 seien mehr als 180 Sichtungen gemeldet worden, heißt es in der Ausnahmegenehmigung. Es beginne zudem ein «Wolfstourismus», weil das Tier offenbar ein begehrtes Film- und Fotomotiv geworden sei. Der Wolf könne so die Scheu vor Menschen vollkommen verlieren – und gefährlich werden.

Die laufende Genehmigung und die «Gefährdungslage» sind an die sogenannte Ranzzeit, die Paarungszeit, gekoppelt. Für eine neue Genehmigung bräuchte es neue Argumente – die dann wiederum Klagen von Naturschützern provozieren könnten.

Außerdem spielt die Landtagswahl eine Rolle. Die anstehenden Koalitionsgespräche könnten auch die künftigen Entscheidungen beeinflussen. Aus Sicht von Beobachtern ist es daher unklar, ob die grüne Umweltministerin, die nach der Landtagswahl nur noch kommissarisch im Amt ist, die Entscheidung über eine Genehmigung noch treffen will.

 

Weitere Nachrichten

Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig – Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung in Klinik

Nach einem Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig sind zwei Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte die Polizei Karlsruhe auf Anfrage am Sonntagabend, 25. Oktober 2026, mit.

Erstes Wochenende mit Schnee im Hochschwarzwald

Nachdem die Skipisten am Feldberg nach dem ersten Schnee diese Woche erst wieder grün wurden, sind sie nun wieder mit einer dünnen Schneeschicht belegt: Das weckt Freude auf die Skisaison.

Vom Straßenrand in den Napf: Unfallwild wird Tierheimfutter

Bei einer bundesweit einmaligen Kooperation wollen Jäger dem Reutlinger Tierheim verendete Rehe für die Hunde bringen. Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Und welche Rolle Allergien spielen.

Rehe und Wildschweine: Wie man Wildunfälle vermeidet und was im Notfall zu tun ist

Rund 25.900 Wildunfälle gab es vergangenes Jahr in Baden-Württemberg, 262 Menschen wurden verletzt. Die Zeitumstellung verschiebt den Berufsverkehr in die Dämmerung - worauf es jetzt ankommt.

Sturmschaden: Zugverkehr am Hauptbahnhof Karlsruhe kurzzeitig eingestellt

Ein Gegenstand fliegt in die Oberleitung, Reisende berichten von «massivem Funkenschlag»: Am Karlsruher Hauptbahnhof stand der Zugverkehr zeitweise völlig still.

Vor der Weihnachtsbaum-Saison: So werden die Preise

Ab November werden die ersten Christbäume der Saison gefällt. Was der trockene Sommer vor allem im Süden für die Bäume bedeutet hat, was die beliebtesten Arten sind – und was sie kosten werden.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.