News
Freibadsaison startet – Wo im Südwesten die Preise steigen

News Freibadsaison startet – Wo im Südwesten die Preise steigen

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
dpa

In mehreren Städten im Südwesten müssen Freibadbesucher tiefer in die Tasche greifen. Welche Gründe nennen die Betreiber für die steigenden Preise? Und wo bleiben sie konstant?

Zum Start in die Freibadsaison müssen sich die Menschen im Südwesten mancherorts auf höhere Eintrittspreise und eingeschränkte Öffnungszeiten einstellen. Grund dafür sind die großen Finanzprobleme von Städten und Gemeinden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den größeren Städten in Baden-Württemberg.

In Stuttgart müssen Freibadnutzer für einen einzelnen Eintritt künftig zehn Prozent mehr bezahlen, dort steigen die Preise von 5,00 Euro auf 5,50 Euro. Auch in Ulm steigen die Preise um 50 Cent an, in Mannheim müssen Besucher sogar einen Euro mehr bezahlen als noch im vergangenen Jahr. In Karlsruhe wurde der Eintritt in allen städtischen Bädern einem Sprecher zufolge zum Jahresbeginn ebenfalls erhöht: Dort werden seither 1,50 Euro pro Eintritt mehr fällig.

In Freiburg, Heilbronn, Pforzheim und Heidelberg bleiben die Eintrittspreise Sprechern zufolge zum Start der neuen Freibadsaison stabil.

Steigende Personal- und Energiekosten

Der Gründe für die steigenden Eintrittspreise klingen in allen Städten ähnlich. Man reagiere mit den Preisanpassungen auf gestiegene Energie- und Personalkosten, teilte ein Sprecher der Stuttgarter Bäder mit. Die Hälfte der gestiegenen Preise sei auf die Badegäste umgelegt worden, die anderen Hälfte trage die Landeshauptstadt. Eine Sprecherin der Stadt Karlsruhe teilte mit, die Erhöhung der Eintrittspreise sei vom Gemeinderat im Zuge der «Haushaltssicherung» beschlossen worden.

In Baden-Württemberg werden Freibäder meist von Städten und Gemeinden betrieben. Diese warnen seit Jahren vor massiven Finanzproblemen. So musste etwa die Landeshauptstadt Stuttgart wegen massiver Rückgänge bei der Gewerbesteuer kurz vor Weihnachten einen scharfen Sparhaushalt verabschieden. Auch in Karlsruhe waren heftige Einschnitte bei den Ausgaben nötig.

Für das laufende Jahr rechnet der Städtetag mit einer weiteren Verschärfung der Finanzlage. Der jüngsten Steuerschätzung zufolge müssen die Kommunen mit 630 Millionen Euro weniger als eigentlich erwartet rechnen.

Personal fehlt vielerorts

Viele Betreiber von Freibädern berichten auch von Personalproblemen. Man suche weiterhin nach Personal, um einen sicheren und reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, teilte eine Sprecherin der Heilbronner Bäder mit. Auch aus Pforzheim hieß es, die Personallage sei sehr angespannt. Auswirkungen auf die Öffnungszeiten hat das aber in den meisten Städten keine. In Heilbronn öffnen bestimmte Bäder dieses Jahr etwas früher am Tag und schließen etwas früher am Abend. In Karlsruhe sollen laut Stadt in einem von vier städtischen Freibädern die Öffnungszeiten geändert werden.

Der Startschuss für die Freibadsaison fällt in den Städten recht unterschiedlich. In Stuttgart hat seit dem 25. April bereits ein Freibad geöffnet, auch in Heidelberg kann schon an der frischen Luft geschwommen werden. In Heilbronn, zwei Bädern in Stuttgart und zwei Bädern in Freiburg sollte am 1. Mai der Startschuss für die Openair-Saison fallen. Ab Mitte Mai dürften die Bäder in den größeren Städten dann fast flächendeckend geöffnet sein.

 

Weitere Nachrichten

Grüne in Baden-Württemberg: Özdemir will Partei modernisieren

Hunderte Änderungsanträge sind bei Parteitagen der Grünen keine Seltenheit. Der Ministerpräsident hält das für nicht mehr handhabbar und schlägt eine Reform vor.

Kind in Brunnen unter Wasser gedrückt - Staatsschutz prüft

Ein Mann soll einen Zweijährigen in der Rastatter Innenstadt attackiert haben. Wie die Polizei das Geschehen bislang bewertet.

Aktuelle Zahlen und Warnungen: Hitze, volle Seen - aber weniger Menschen ertrinken

Warum ertrinken in Baden-Württemberg weniger Menschen, obwohl die Hitze viele ans Wasser gelockt hat? Ein Blick auf aktuelle Zahlen und Warnungen.

Trockenes Flussbett: Hier fließt ein Fluss unterirdisch weiter

Die Dreisam führt nahe Freiburg scheinbar kein Wasser mehr. Der Fluss fließt jedoch unter der Erde weiter – für dieses Phänomen gibt es eine Erklärung.

Sonnenfinsternis 2026: Zehn Tipps für Baden-Württemberg

Die Sonnenfinsternis am 12. August dürfte in Baden-Württemberg besonders gut zu sehen sein. Wer sie erleben möchte, braucht nicht nur eine Schutzbrille. Zehn Tipps für Beobachter im Südwesten.

Weniger Strom aus Wasserkraftwerken durch Trockenheit

Die Trockenheit hat auch Folgen für die Stromerzeugung. Flüsse führen weniger Wasser. Laufwasserkraftwerke können nicht mehr so viel Strom produzieren.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.