News
Für 2025 und 2026: Landesregierung bringt 136-Milliarden-Haushalt auf den Weg

News Für 2025 und 2026: Landesregierung bringt 136-Milliarden-Haushalt auf den Weg

Quelle: dpa/Tobias Hase
dpa

Hunderte Millionen mehr für Bildung und Sicherheit: Die Regierung hat sich auf einen Haushaltsentwurf geeinigt. Am Ende war das einfacher als erwartet – aber woher kommt das unverhoffte Geld?

Die Landesregierung will in den kommenden beiden Jahren Hunderte Millionen Euro mehr als bislang in frühkindliche Bildung und in die innere Sicherheit investieren. Das grün-schwarze Kabinett beschloss den Entwurf für den Doppelhaushalt für die Jahre 2025 und 2026. Dieser geht im Oktober ins Parlament.

Der Haushalt umfasst für die beiden Jahre ein Volumen von 136 Milliarden Euro und sieht Mehrausgaben in Höhe von 3,3 Milliarden Euro vor. Man habe sich unter schwierigen haushalterischen Bedingungen einigen können, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Schwerpunkte: Bildung, Sicherheit, Innovation

In die frühkindliche Sprachförderung sollen rund 200 Millionen Euro des Landes fließen, zudem weitere 60 Millionen Euro des Bundes. Für die innere Sicherheit, insbesondere die Digitalisierung und Ausstattung der Polizei, stellt das Land ebenfalls 200 Millionen Euro bereit, wie das Staatsministerium mitteilte. Auch die Innovationsförderung des Landes und der Neubau eines Hochleistungsrechners an der Universität Stuttgart erhalten mehr Geld. Für die Kommunen will das Land zusätzliche Mittel für den Ausbau des Ganztags an Grundschulen und die Krankenhäuser im Land verwenden.

Woher kommt das ganze Geld?

Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) betonte im Vorfeld der Verhandlungen immer wieder, wie wenig Geld vorhanden sei und wie schwierig die Verhandlungen würden. Nun hat das Land 1,3 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als ursprünglich erwartet. Das Ministerium erklärt das unter anderem mit einem Überschuss aus dem vergangenen Jahr, der deutlich höher ausfiel als erwartet. Dabei geht es um Haushaltsmittel, die zwar angemeldet, aber nicht übertragen werden konnten – etwa Mittel für unbesetzte Stellen. Erwartet hatten die Haushälter einen Überschuss aus dem Jahr 2023 in Höhe von 550 Millionen Euro, am Ende waren es knapp zwei Milliarden.

Außerdem spielt die demografische Entwicklung dem Land diesmal in die Karten: Wie die vergangene Volkszählung Zensus ergab, schrumpft Baden-Württembergs Bevölkerung zwar, aber nicht so schnell wie eigentlich gedacht. Die Bevölkerungsentwicklung spielt eine große Rolle bei der Verteilung der Steuergelder zwischen den Ländern. Und da kommt der Südwesten nun 300 Millionen Euro besser weg als erwartet. «Wir haben auch Glück gehabt», räumte Bayaz ein.

Der Steuerzahlerbund kritisierte, dass ein großer Teil des 136-Milliarden-Haushalts auf Personalkosten entfalle. «Bei allem Verständnis für die Aufgaben, die bewältigt werden müssen, sollte seitens der Landesregierung auch über Einsparungen nachgedacht werden», sagt der Landesvorsitzende des Bundes der Steuerzahler, Eike Möller.

 

Weitere Nachrichten

Ungewöhnliche Aktion! Museen können sich bewerben: 1.500 Kunstwerke zu verschenken

Das passiert auch nicht alle Tage. Mehr als 1.500 Werke des verstorbenen Kunstsammlers Christoph Müller werden verschenkt. Öffentliche Museen können sich darum jetzt bewerben.

Laut Analyse: Deutsche Autobauer verlieren weiter an Boden

Während in der Autoindustrie Zehntausende Stellen wegfallen, wächst der Unmut: Die IG Metall will am Montag an mehr als 200 Orten protestieren. Eine Analyse zeigt, wie die Autobauer dastehen.

Klimakrise bedroht Existenz von seltenem Riesenregenwurm

Er ist ein verborgener Gigant. Der extrem seltene und nur im Südschwarzwald vorkommende Badische Riesenregenwurm wird zunehmend Opfer der Klimakrise. Wie lange gibt es das Tier noch?

Schwan auf Straße, Esel grast in Garten – tierische Einsätze

Esel «Emil» büxt aus und landet im Garten einer Anwohnerin. Zudem macht ein Schwan den Straßenverkehr unsicher.

Drahtesel im Rhein: Frau angelt nach Fahrrad und löst so Polizeieinsatz aus

Mit einer ungewöhnlichen Bergungsaktion löst eine Frau einen Polizeieinsatz aus. Mehrere Notrufe gehen ein.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.