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Gegen Lichtverschmutzung: Keine Fassadenbeleuchtung von April bis Ende September

News Gegen Lichtverschmutzung: Keine Fassadenbeleuchtung von April bis Ende September

Quelle: Regierungspräsidium Karlsruhe

Mit dem jährlich ab 01. April geltenden Verbot von Fassadenbeleuchtung des Landesnaturschutzgesetzes setzt das Land Baden-Württemberg ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung. Fassaden von Gebäuden dürfen bis zum 30. September nicht beleuchtet werden.

Beitrag zur Reduktion von Lichtverschmutzung

Vom Verbot ausgenommen seien Beleuchtungen, die „aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder der Betriebssicherheit erforderlich oder aufgrund einer Rechtsvorschrift vorgeschrieben“ seien, heißt es in einer Pressemeldung des Regierungspräsidiums.

Darüber hinaus seien Ausnahmegenehmigungen im Einzelfall aus wichtigem Grund oder zur Vermeidung besonderer Härten möglich. Das Verbot gelte seit 2023 für alle Gebäude – neben öffentlichen Gebäuden auch für Wohnhäuser, Firmengebäude und Kirchen.

In den vergangenen Jahrzehnten habe künstliche Beleuchtung stark zugenommen. Zu viel und falsch eingesetztes Licht habe gravierende Folgen: Es schade Tieren und Pflanzen, beeinträchtige die menschliche Gesundheit, vermindere die Sicht auf den Sternenhimmel und führe zur Verschwendung von Energie und Ressourcen.

 

Insekten, Vögel und Fledermäuse werden gestört

Betroffen seien vor allem Insekten: Die Biomasse fliegender Insekten sei in den vergangenen drei Jahrzehnten um rund 75 Prozent zurückgegangen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien sich einig, dass Lichtverschmutzung neben anderen Ursachen zu dieser Entwicklung beitrage.

Auch Vögel könnten auf nächtlichen Zugwegen die Orientierung verlieren und viele Fledermausarten ziehen ihre Jungtiere an Gebäuden im Siedlungsbereich groß und reagieren sehr empfindlich auf Beleuchtung.

 

Beleuchtung kann Gesundheit beeinträchtigen

Neben den ökologischen Auswirkungen könne künstliche Beleuchtung auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen: Mit Einsetzen der Dunkelheit schütte der Körper das „Schlafhormon“ Melatonin aus. Werde es nicht ausreichend dunkel, könne sich das negativ auf das Einschlafen auswirken, die Schlafdauer verkürzen und die Schlafqualität mindern. Die Erholung leide und das Krankheitsrisiko steige.

Nicht zuletzt verursache falsch eingesetzte Beleuchtung einen unnötig hohen Energieverbrauch und belaste damit das Klima.

 

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