News
Gesetzesänderung: Baden-Württemberg öffnet Tür für mehr Videoüberwachung

News Gesetzesänderung: Baden-Württemberg öffnet Tür für mehr Videoüberwachung

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Vom Schwimmbad bis zum Wertstoffhof: Baden-Württemberg setzt auf mehr Videoüberwachung. Künftig könnten deutlich mehr Kameras die Menschen im Land filmen – auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz.

Baden-Württemberg ebnet den Weg für deutlich mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum – auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Das Kabinett beschloss eine entsprechende Änderung des Landesdatenschutzgesetzes, wie das Innenministerium mitteilte. Die Videoüberwachung soll damit nicht mehr nur für bestimmte Objekte, sondern generell zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben oder in Ausübung des Hausrechts zugelassen werden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) spricht von einem «großen Schritt in die digitale Zukunft». Für Bürgerinnen und Bürger bedeute die Reform «erhöhte Sicherheit und Transparenz».

 

Videoüberwachung braucht nun weniger Voraussetzungen

Bislang dürfen im Land nur bestimmte Personen und Objekte gefilmt werden, etwa Kulturgüter, öffentliche Verkehrsmittel oder Amtsgebäude. Die bisherige Beschränkung soll nun aufgehoben werden. Videoüberwachung darf künftig nach Vorstellung der Regierung überall stattfinden, falls das etwa zum Schutz von Leben und Gesundheit erforderlich ist und es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass schutzwürdige Interessen von Betroffenen überwiegen.

Die Speicherfrist für Aufnahmen wird auf bis zu zwei Monate verlängert, so das Innenministerium. Die Kommunen hatten demnach auf die Änderungen gepocht.

 

Kampf gegen wilden Müll und Kupferdiebe

So können künftig etwa Orte in Kommunen überwacht werden, wo wilder Müll abgelagert werde, erläuterte ein Sprecher des Ministeriums. Auch Wertstoffhöfe könnten künftig gefilmt werden, um den Diebstahl von Kupfer zu bekämpfen. Die Überwachung von Kriminalitätsschwerpunkten sei von der Gesetzesänderung nicht betroffen, die werde im Polizeigesetz geregelt.

Außerdem soll künftig KI bei der Videoüberwachung zum Schutz von Leib und Leben und zum Schutz öffentlicher Infrastruktur zum Einsatz gebracht werden können. Dazu gehören etwa technische Systeme in Schwimmbädern, die gewisse Muster automatisch erkennen können, die darauf hindeuten, dass jemand ertrinkt. KI könne auch Straßen und Brücken überwachen, um Schäden frühzeitig zu erkennen.

 

Weitere Nachrichten

Warnstreiks der IG Metall in Baden-Württemberg gehen weiter

Die erste Warnstreikwelle der IG Metall rollt - auch im Südwesten. Unter anderem waren Beschäftigte von Bosch zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Am Donnerstag soll wieder verhandelt werden.

Nikotinzahnstocher: Baden-Württemberg fordert Verkaufs-Verbot

Auf TikTok und Co sind sie vor allem bei jungen Menschen im Trend: Özdemirs Kabinett fordert nun, dass der Verkauf mit den kleinen Holzstäbchen bundesweit verboten werden soll. Was steckt dahinter?

"Love, Peace & Rock'n'Roll" Scorpions kündigen neue Tour mit vier deutschen Stationen an

Sie sind seit Jahrzehnten erfolgreich und haben von den großen Konzerthallen noch immer nicht genug. Wo die Scorpions 2027 während ihrer Welttournee auftreten wollen.

Gold-Diebstahl im Enzkreis bei "Aktenzeichen XY"

DNA-Spuren am Tatort passen zu Funden bei Straftaten im Ausland. Doch wer der Mann ist, wissen die Ermittler bis heute nicht. Was bei dem Überfall erbeutet wurde und wer außerdem gesucht wird.

Diese Stars sind 2027 beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring

Schlagerstar Helene Fischer, die in dem Song passenderweise von tausend Glücksgefühlen singt, ist wohl einer der prominentesten Namen im Line-up für 2027. Sie soll am 03. September ein 90-minütiges Konzert spielen, berichtete die «Bild».

Haben Ausschreitungen Folgen für die nächsten Jugend-Demos?

Tausende haben in Baden-Württemberg friedlich demonstriert. Doch Angriffe auf Polizisten und mangelnde Kooperation überschatten den Protest in Stuttgart. Rufe nach Konsequenzen werden laut.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.