News
Grüne wollen Mini-Supermärkte auch sonntags öffnen lassen

News Grüne wollen Mini-Supermärkte auch sonntags öffnen lassen

Quelle: Markus Lenhardt/dpa
dpa

Schon jetzt gibt es im Südwesten Mini-Supermärkte ohne Personal, die auch am Sonntag geöffnet haben. Offiziell erlaubt ist das aber nicht. Die Grünen wollen das ändern.

Am Sonntag noch schnell eine Packung Eier oder etwas Mehl und Milch einkaufen – das soll nach dem Willen der Grünen im Landtag künftig in Mini-Supermärkten im Südwesten auch offiziell möglich sein.

«Wir wollen eine sichere Rechtsgrundlage für digital organisierte Klein-Supermärkte ohne Personal schaffen, sodass die rund um die Uhr – auch am Sonntag – geöffnet haben können, um die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern», sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Dafür will die Fraktion das baden-württembergische Ladenöffnungsgesetz ändern und die Öffnung solcher Mini-Supermärkte auch sonntags offiziell erlauben. «Momentan ist das eine rechtliche Grauzone, und die wollen wir gesetzlich absichern», sagte Schwarz. Da das Geschäftsmodell kein Verkaufspersonal im Laden vorsehe, spreche auch nichts dagegen, dass die Mini-Supermärkte auch sieben Tage die Woche geöffnet haben könnten.

Experte: Für Betreiber wäre Sonntagsöffnung wichtig

Aus Sicht der Grünen ist die Änderung des Gesetzes wichtig für die Versorgung des ländlichen Raums. Die Rechtssicherheit werde dazu führen, dass mehr solcher Läden entstünden, sagte Schwarz. «Es ist uns wichtig, dass die Menschen Dinge für den täglichen Bedarf bei sich vor Ort kaufen können und nicht zig Kilometer mit dem Auto zum nächsten Supermarkt fahren müssen, wenn sie frische Milch brauchen oder wenn Mehl und Zucker alle sind.»

Auch für die Betreiber der Märkte wäre eine offizielle Erlaubnis für die Öffnung am Sonntag wichtig, meint der Handelsexperte Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn. «Da machen sie den zwei- bis dreifachen Umsatz im Vergleich zu einem normalen Wochentag.»

In Hessen hatte der Landtag eine entsprechende Änderung des Ladenöffnungsgesetzes bereits im vergangenen Jahr verabschiedet. Es sieht vor, dass die Läden höchstens 120 Quadratmeter groß sein und ausschließlich Waren des täglichen Bedarfs anbieten dürfen.

 

Weitere Nachrichten

Mutmaßlicher Drogendealer bunkert eine Million Euro Bargeld im Kreis Karlsruhe

Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberhausen-Rheinhausen stößt die Polizei auf eine Million Euro Bargeld und Drogen. Was die Ermittler sonst noch fanden.

Erste Hürde genommen – Europa-Park will siebtes Hotel bauen

Bis zu 350 Zimmer mehr: Es gibt grünes Licht für die Planung rund um Deutschlands größten Freizeitpark. Warum Besucher aber noch Geduld brauchen.

Laut Studie: Männer hören Frauen im Landtag weniger aufmerksam zu

Dass Abgeordnete häufig mal aufs Handy schauen, kennen Beobachter des Landtags. Offenbar mache es aber einen gewissen Unterschied, ob vorne eine Frau oder ein Mann redet, wie eine Studie nun nahelegt.

Karlsruher Schloss wird saniert: Wie das Badische Landesmuseum umzieht

Das Badische Landesmuseum muss ins Depot, weil das Karlsruher Schloss saniert wird. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Ein Blick hinter die seit Ende September verschlossene Kulisse.

BBBank in Karlsruhe meldet Rekordergebnis nach Fusion mit PSD Bank

Die BBBank gewinnt 36.000 neue Kunden und steigert ihren Gewinn deutlich. Für das laufende Jahr ist bereits die nächste Fusion geplant.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.