News
Große Verzögerung beim Ausbau von Abschiebegefängnis in Pforzheim

News Große Verzögerung beim Ausbau von Abschiebegefängnis in Pforzheim

Quelle: Lino Mirgeler/dpa
dpa

Die Abschiebehaftanstalt in Pforzheim ist inzwischen fast immer voll. Seit vielen Jahren soll sie auf 80 Plätze ausgebaut werden – fertig ist der Umbau immer noch nicht.

Der Ausbau der Abschiebehaftanstalt in Pforzheim zieht und zieht sich. Auch in diesem Jahr wird die seit Jahren geplante Erweiterung auf 80 Plätze nicht fertig – inzwischen steht Frühjahr 2027 im Raum. Das liege vor allem an unvorhersehbaren Erkenntnissen beim Planen und Bauen im Bestand, erläuterte ein Sprecher des Justizministeriums. Auch werde bei laufendem Betrieb gearbeitet; zudem hätten beauftragte Planungsbüros mangelhafte Leistung abgeliefert. Bis Herbst dieses Jahres soll es immerhin 68 Haftplätze geben, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.

Der Umbau sollte längst fertig sein, wurde aber immer wieder verschoben. Das Gefängnis war 2016 mit 36 Plätzen eröffnet worden, seit Mitte 2019 stehen 51 Plätze zur Verfügung. Insgesamt soll der Umbau laut Finanzministerium über 13 Millionen Euro kosten – einst waren dafür 9 Millionen veranschlagt worden.

Die Belegung sei hoch und wegen der insgesamt gestiegenen Zahl von Abschiebungen im Südwesten höher als im Vorjahr, sagte der Sprecher des Justizministeriums. Im Mai seien dort jeden Tag 45 Menschen untergebracht gewesen. Das entspreche unter Berücksichtigung von Reservierungen einer Vollbelegung. Seit Anfang des Jahres seien die Kapazitäten der Einrichtung durchgängig ausgeschöpft gewesen. Ob mangels Platz auch schon Abschiebungen verschoben werden mussten, wird den Angaben zufolge nicht erfasst.

Zum Stichtag 30. April gab es in Baden-Württemberg den Angaben zufolge rund 23.700 vollziehbar Ausreisepflichtige. Ihre Abschiebung sei aber vorerst ausgesetzt, weil sie zum Beispiel etwa in Ländern wie Syrien nicht abgeschoben werden dürfen.

Im Südwesten waren bis zum Stichtag 31. Mai rund 1.580 Personen abgeschoben worden. Im Vorjahr waren es zum gleichen Stichtag rund 1.130.

 

Weitere Nachrichten

Seit sechs Jahren verschwunden: Suchhunde schlagen an - neue Spur von vermisster Scarlett?

Sechs Jahre nach dem Verschwinden von Scarlett Salice schlagen Suchhunde an einem Felsen im Wehratal mehrfach an. Was ihr Vater und die Helfer nun vermuten, und warum die Suche gefährlich bleibt.

Europa-Park zum elften Mal "bester Freizeitpark der Welt"

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.

Warum das Land bei einer Bildungsstudie gut abschneidet

Zuletzt gab es bei Studien und Leistungstests für den Südwesten immer wieder Tiefschläge. Eine arbeitgebernahe Studie sieht dagegen eine Reihe positiver Punkte. Ist das ein Widerspruch?

Großübung "Badischer Sturm": Über 500 Soldaten proben ABC-Einsatz

Die Bundeswehr übt die ABC-Abwehr. Denn sie will für den Ernstfall gewappnet sein. Was bedeutet die erhöhte Präsenz militärischer Fahrzeuge für Autofahrende?

Laut Umfrage: Klimaneutral bis 2045? Immer mehr Firmen geben auf

Immer weniger Unternehmen in Baden-Württemberg glauben einer Umfrage zufolge, bis 2045 klimaneutral werden zu können. Woran hapert es aus Sicht der Betriebe?

Lebensmittel mit Insekten: Warum gibt es keine Insekten auf unseren Tellern?

Insekten kann man in Deutschland auch als Lebensmittel verzehren. Aber wer macht das und warum setzen sich die kleinen Tierchen als Lebensmittel nur schwer durch?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.