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Digitaler Klingelbeutel: Diesen Effekt stellen Kirchen fest

News Digitaler Klingelbeutel: Diesen Effekt stellen Kirchen fest

Quelle: Lars Penning/dpa
dpa

Kein Bargeld für den Opferstock dabei? In vielen Kirchen kann man inzwischen an einem Terminal oder per QR-Code spenden. Dabei haben sie eine interessante Beobachtung gemacht.

Wer die Kollekte digital spendet statt das Geld in bar in einen Klingelbeutel oder Opferstock zu geben, ist nach Erfahrungen der evangelischen Kirchen im Land oft großzügiger. Die einzelnen Beträge seien im Schnitt höher, teilte die Evangelische Landeskirche in Württemberg mit.

Jene in Baden hat bei Spendensäulen festgestellt, dass 5 bis 10 Prozent der Besucher eines Gottesdienstes sie nutzen – diese aber rund 20 Prozent der Kollektenbeiträge geben. «Das heißt, die Einzelgaben fallen bei der bargeldlosen Gabe an den Spendensäulen deutlich höher aus.» Wer für seine Gabe eine Spendenbescheinigung haben möchte, könne die direkt am Terminal anfordern, erläuterte ein Sprecher in Bezug auf ein Pilotprojekt in Mannheim.

Spendensäulen seien aber mit deutlich mehr Wartungs- und Unterhaltsaufwand verbunden als der klassische Opferstock aus Eiche. Gemeinden müssten sich etwa um Updates und stabiles Internet kümmern. Die Säulen seien daher eher für Gemeinden mit guter Gottesdienstteilnahme an Regelsonntagen, für offene Kirchen sowie für Kirchen, die touristische Hotspots sind, geeignet, erklärte Pfarrer Sebastian Carp, Fundraising-Manager der Landeskirche in Baden.

Auch die Württemberger hatten laut einem Sprecher testweise Spendensäulen in größeren, touristisch interessanten Gotteshäusern im Einsatz. Jedoch seien die Kosten relativ hoch. Eine Alternative seien Gemeinde-Apps. «Digitale Bezahlwege werden, wie in der Gesellschaft insgesamt, auch im kirchlichen Leben zunehmen», sagte Silke Fehrenbach vom landeskirchlichen Fundraising.

 

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