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Grünen-Spitzenkandidat Özdemir will Bürger an Gewinnen von Windrädern beteiligen

News Grünen-Spitzenkandidat Özdemir will Bürger an Gewinnen von Windrädern beteiligen

Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
dpa

Wenn Windräder gebaut werden sollen, dann regt sich vor Ort oft Widerstand. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat eine Idee, wie die Akzeptanz der Anlagen steigen könnten.

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir will die Akzeptanz für erneuerbare Energien erhöhen, indem die Bürgerinnen und Bürger vor Ort an den Gewinnen etwa von Windkraftanlagen beteiligt werden. Eine Regelung auf Landesebene, die weitergehe als die Vorgaben im Bund, sei inzwischen möglich, sagte Özdemir bei einem Wahlkampfauftritt in Tübingen. «Ich will in Baden-Württemberg diese Möglichkeit nutzen, um auch damit die Akzeptanz vor Ort zu ermöglichen und die Kommunen daran zu beteiligen», sagte Özdemir. Das werde dazu beitragen, dass die Akzeptanz etwa von Windrädern steige.

Konkret kann sich Özdemir verschiedene Beteiligungsformate vorstellen. So könnten die Betreiber etwa Gesellschaftsanteile an den Anlagen an die Kommunen oder die Bürger verkaufen und diese somit direkt an den Gewinnen der Anlagen beteiligen. Eine weitere Variante ist den Grünen zufolge eine indirekte Beteiligung, bei der der Betreiber den Bürgern vor Ort etwa einen vergünstigten Stromtarif anbietet. Auch individuelle Vereinbarungen zwischen Kommunen und Betreibern seien möglich.

 

Menschen vor Ort sollen Vorteile der Anlage im Geldbeutel spüren

Wenn im Land Windkraftanlagen geplant werden, regt sich vor Ort häufig Widerstand, der Planungs- und Genehmigungsverfahren verlängern und verkomplizieren kann. Wenn die Menschen vor Ort im Geldbeutel spürten, dass ihnen die Anlage Vorteile bringe, gebe es weniger Widerstände, so die Argumentation Özdemirs.

Zudem plädierte er für die Einführung einer Südquote bei der Windkraft. Weil die Anlagen hierzulande etwa wegen bergigem Geländes teurer sein als anderswo, setze man sich bei Ausschreibungen im Normalfall nicht gegen den Norden durch, so Özdemir. Damit die Windkraft auch im Süden eine Chance habe, brauche es dringend eine Südquote bei den Ausschreibungen der Windkraftanlagen.

 

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