News
Himmelsspektakel möglich – Polarlichter über Baden-Württemberg? „Einfach mal schauen“

News Himmelsspektakel möglich – Polarlichter über Baden-Württemberg? „Einfach mal schauen“

Quelle: Valentin Gensch/dpa
dpa

Tanzen sie bald wieder über den Nachthimmel im Südwesten? Nordlichter, oder auch Polarlichter genannt, könnten wieder auftreten.

Weil die Sonne in den vergangenen Stunden wieder recht aktiv war, steigt aktuell die Chance auf Polarlichter – auch im Südwesten. Expertin Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg rät daher: «Einfach mal schauen – aber nicht enttäuscht sein», sollten die Polarlichter nicht sichtbar werden. Die bunten Himmelslichter können entstehen, wenn Massenauswürfe der Sonne, also riesige Wolken aus geladenen Teilchen, auf das Magnetfeld der Erde treffen.

Das war nun wieder der Fall. Aber: «Die erwartete erste Schockfront kam heute früh an – aber erst, nachdem es hier schon hell war», sagte Björn Voss, Direktor des Hamburger Planetariums. Abgesehen davon war die verursachte Reaktion des Erdmagnetfelds aber zu gering, als dass man – wenn es dunkel gewesen wäre – etwas gesehen hätte.

Meteorologin: Wolkenlücken sind heute Nacht möglich

Meteorologin Melissa Wirtz vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart ging von «streuselkuchenartiger, mittelhoher Bewölkung» in der Nacht auf Samstag aus. Heißt: Immer wieder sollten sich Wolkenlücken bilden, die einen freien Blick in den Himmel ermöglichen. In Berglagen, also im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb, könnten die Chancen auf Wolkenlücken größer sein.

Polarlicht-Expertin Liefke ordnete aber auch ein: «Ich bin noch ein bisschen zurückhaltend mit einer Prognose, die Werte sind noch nicht so wirklich gut.» Ein Versuch, die Lichter am Nachthimmel zu entdecken, lohne sich immer – man habe nichts verloren, wenn man nichts sieht.

Experten raten, ein Smartphone oder eine Fotokamera auf einem Stativ zu befestigen und mit möglichst langer Belichtungszeit in den nördlichen Nachthimmel zu fotografieren. Häufig werden Polarlichter hierzulande nur auf lange belichteten Fotos überhaupt sichtbar. Selbst einfache Handybilder würden die Polarlichter deutlicher zeigen, als man sie mit dem Auge sehe, sagte Voss vom Planetarium.

 

Weitere Nachrichten

Pegel im Rhein sinkt: Niedrigwasser verursacht hohe Kosten für Unternehmen

Die Industrie am Oberrhein leidet unter dem extremen Niedrigwasser. Eine aktuelle Umfrage der IHK Südlicher Oberrhein zeigt einen Teil des Ausmaßes.

Appell an Menschen: Wolf verhält sich auffällig - und soll umtrainiert werden

Letzte Chance für den Hornisgrindewolf? Fachleute sind sich einig, dass eine Attacke auf Menschen unvorhersehbar ist. Doch sie wollen nochmal versuchen, ihn in die Tiefen des Schwarzwalds zu treiben.

EnBW

Halbjahresbilanz: EnBW verdient weniger - erneuerbare Energien legen zu

Preisschwankungen und Trockenheit belasten das Ergebnis von EnBW. Wieso der Konzern dennoch an seiner Jahresprognose festhält.

Neue Zahlen zu Unfällen: Rausch und Risiko - alle zwei Minuten ein Unfall

Weniger Tote und Schwerverletzte, aber mehr Unfälle. Wer auf den Straßen vor allem gefährdet ist und welche Entwicklung überrascht.

Erfundene Sexualdelikte: Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigung - Zahlen und Mythen

Es gibt nicht viele Fälle von Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigung oder anderen Sexualdelikten. Das Thema polarisiert dennoch. Was die Zahlen sagen und welche Mythen sich hartnäckig halten.

Weitere Bauarbeiten: Rheintalbahn am Wochenende teilweise gesperrt

Auf der Rheintalstrecke fahren dieses und nächstes Wochenende stellenweise keine Züge. Diese Alternativen haben Reisende.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.