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Hitze und Trockenheit: Donau im Südwesten auf Jahrzehnt-Tief

News Hitze und Trockenheit: Donau im Südwesten auf Jahrzehnt-Tief

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

Die Donau führt so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr – und eine schnelle Entspannung ist laut Experten nicht in Sicht.

Die Donau führt im Südwesten so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Pegel Hundersingen im Landkreis Sigmaringen floss Ende Juni nur noch rund ein Sechstel der sonst üblichen Wassermenge durch das Flussbett, wie das Regierungspräsidium Tübingen mitteilte. Solch niedrige Werte treten an der oberen Donau normalerweise erst im Spätsommer oder Herbst auf.

Am 29. Juni registrierten die Fachleute einen Abfluss von nur 4,27 Kubikmetern Wasser pro Sekunde. Im langjährigen Mittel sind es 26,6 Kubikmeter. Einen ähnlich niedrigen Wert gab es zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Der historische Tiefststand stammt aus dem November 1991.

Folgen sind schon sichtbar

Die Folgen sind entlang der Donau deutlich sichtbar: Kiesbänke ragen aus dem Wasser, flache Uferbereiche trocknen aus und manche Seitenarme führen kaum noch Wasser. Gleichzeitig steigen die Wassertemperaturen. Das setze Fischen und anderen Wasserlebewesen zusätzlich zu, hieß es in der Mitteilung.

Die Niedrigwasserlage betrifft nach Angaben des Regierungspräsidiums weite Teile des südöstlichen Baden-Württembergs. Besonders betroffen sind die Einzugsgebiete von Donau, Riß, Schussen und Argen. Landesweit weisen demnach rund 57 Prozent der Pegel sehr niedrige bis extrem niedrige Wasserstände auf.

Schauer bringen nur wenig Erleichterung

Ursache ist die seit Monaten anhaltende Trockenheit. Bereits der Mai war den Angaben nach deutlich zu trocken, im Juni fiel nur etwa halb so viel Regen wie üblich. Gleichzeitig sorgen die hohen Temperaturen für eine starke Verdunstung.

Um die Gewässer zu schonen, haben die zuständigen Behörden die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Bächen vielerorts untersagt. Die für die kommenden Tage angekündigten Schauer dürften die Lage nach Einschätzung der Fachleute allenfalls kurzfristig entspannen. Für eine nachhaltige Erholung brauche es länger anhaltenden, flächendeckenden Landregen. Bleibt es trocken, dürfte sich die Niedrigwasserlage weiter verschärfen.

 

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