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Von Bamberg nach Karlsruhe: Karin Angerer wird Präsidentin des BGH

News Von Bamberg nach Karlsruhe: Karin Angerer wird Präsidentin des BGH

Quelle: Daniel Löb/dpa
dpa

Von Bamberg nach Karlsruhe: Karin Angerer übernimmt das wichtigste Amt am Bundesgerichtshof. Damit wird sie zu einer der entscheidenden Personen der bundesdeutschen Justiz.

Die bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichtshofs Bamberg, Karin Angerer, wird Präsidentin des Bundesgerichtshofes (BGH). Die 62 Jahre alte gebürtige Würzburgerin soll ihr Amt am 1. September antreten. Den Beschluss des Bundeskabinetts teilte das bayerische Justizministerium mit. Zuvor war Angerer Mitte Juni vom Bundesrichterwahlausschuss zur Bundesrichterin gewählt worden.

«Ich freue mich sehr, dass künftig eine herausragende Juristin aus Bayern Deutschlands oberstes Gericht für Zivil- und Strafverfahren führt. Dr. Karin Angerer ist eine exzellente Wahl und eine äußerst erfahrene Führungskraft», sagte Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU).

Karriere in Bayern

Angerer begann ihre juristische Karriere 1993 und war unter anderem in München als Staatsanwältin und Richterin tätig. Sie leitete verschiedene Referate im Justizministerium des Freistaats und war Vizepräsidentin des Landgerichts München II, bevor sie 2023 als Präsidentin nach Bamberg wechselte.

Der BGH ist das oberste Gericht der Bundesrepublik im Bereich der Zivil- und Strafrechtspflege. Damit ist er die letzte Instanz in solchen Verfahren. Er sorgt dafür, dass die geltenden Gesetze in der ganzen Bundesrepublik einheitlich ausgelegt werden. Seit 2014 steht Präsidentin Bettina Limperg an der Spitze des Gerichts. Ihre Amtszeit endet am 31. August. Der BGH wurde 1950 gegründet und hat seinen Sitz in Karlsruhe.

 

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