Corona in Baden-Württemberg
Hoffenheims Mäzen Hopp fordert Umdenken im Profifußball

Corona in Baden-Württemberg Hoffenheims Mäzen Hopp fordert Umdenken im Profifußball

Quelle: Uwe Anspach

Milliardär Dietmar Hopp hat als Mehrheitseigner der TSG 1899 Hoffenheim Veränderungen im Profifußball in der Corona-Krise angemahnt.

«Sicher erscheint mir, dass es ein Umdenken geben muss, denn viele Vereine sind in wirtschaftliche Not geraten, durch fehlende Zuschauereinnahmen und sicherlich auch durch Spielerverträge, die nicht mehr der Realität entsprechen», sagte der 80-Jährige im Hoffenheimer Clubmagazin «Spielfeld».

Eine Entfremdung der Fans schließt Hopp nicht aus, die Befürchtung, dass sich Fans und Sponsoren zurückziehen, teile er jedoch nicht. «Natürlich entsteht bei einer so langen Enthaltsamkeit zwangsläufig eine Distanz. Der Fußball ist nicht mehr zentral im Fokus der Menschen. Das Live-Erlebnis fehlt», sagte der Mitbegründer des Software-Unternehmens SAP.

«Aber wir haben ausgesprochen treue und leidenschaftliche Partner an unserer Seite, die uns auch in schwierigen Zeiten nicht im Stich lassen werden.» Er verwies auf digitale Formate, die der Hoffenheimer Bundesligist entworfen habe, um mit seinen Anhängern in Kontakt zu bleiben, und auf ein Hilfsprogramm der TSG für Vereine in der Region.

Hopp ist am Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Corona-Impfstoff arbeitet, beteiligt. Nach dem Börsengang hält er einen Anteil von knapp unter 50 Prozent. «Zuallererst wünsche ich uns als Gesellschaft einen nachhaltigen Erfolg im Kampf gegen die Corona-Pandemie und allen Menschen natürlich Gesundheit», sagte er mit Blick auf das neue Jahr.

«Zugleich aber auch, dass das große Menschheitsthema, der Kampf gegen den Klimawandel, wieder in den Mittelpunkt rückt.»

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