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Immer mehr Menschen mit Nebenjobs im Südwesten

News Immer mehr Menschen mit Nebenjobs im Südwesten

Quelle: Peter Kneffel/dpa
dpa

Vom Gastgewerbe bis zur Industrie: Immer mehr Beschäftigte in Baden-Württemberg haben neben ihrem Hauptberuf eine weitere Beschäftigung. Insbesondere eine Gruppe arbeitet häufig doppelt.

Immer mehr Beschäftigte in Baden-Württemberg haben einen Nebenjob. Ihre Zahl stieg zwischen 2014 und 2024 um fast ein Drittel (32,5 Prozent), wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte.

Mitte vergangenen Jahres hatten demnach fast 593.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte neben ihrer Haupttätigkeit noch einen Minijob. Das waren knapp 146.000 Menschen mehr als 2014. Am häufigsten hatten Menschen Zweitjobs unter anderem im Gastgewerbe, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Industrie.

Insgesamt waren Mitte 2024 den Angaben nach rund 4,93 Millionen Menschen im Südwesten sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Anteil derer, die mindestens einen weiteren Job hatten, lag bei 12,0 Prozent – und damit auch höher als 2014 (plus 1,5 Punkte). Die Gründe für den Anstieg ließ das Amt offen. Ein Nebenjob ist für viele Menschen aber eine Maßnahme, um finanziell über die Runden zu kommen oder sich etwas Zusätzliches leisten zu können.

Im Bundesländervergleich lag Baden-Württemberg an der Spitze, gefolgt von Bayern (11,9 Prozent) und Rheinland-Pfalz (11,4 Prozent). Am anderen Ende lagen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils 5,3 Prozent) sowie Sachsen-Anhalt (4,6 Prozent). Im bundesweiten Durchschnitt hatte 2024 etwa jeder zehnte Beschäftigte zusätzlich einen Minijob.

Frauen haben öfter Minijob

Unterschiede gab es auch beim Geschlecht: Minijobs in Nebentätigkeit werden häufiger von Frauen als von Männern ausgeübt. 2024 hatten demnach 13,9 Prozent der weiblichen Beschäftigten im Land einen weiteren Job. Bei den männlichen Beschäftigten waren es 10,5 Prozent. «Dass Frauen häufiger nebenberuflich tätig sind, könnte auch daran liegen, dass sie deutlich öfter in Teilzeit arbeiten als Männer – und ihnen damit zeitlich eher Raum für eine zusätzliche Beschäftigung bleibt», hieß es von den Statistikern. Die Daten stammen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit.

 

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