News
Influencer in Baden-Württemberg unter Druck – Steuerfahndung wertet Daten aus

News Influencer in Baden-Württemberg unter Druck – Steuerfahndung wertet Daten aus

Quelle: Sebastian Willnow/dpa
dpa

Influencer in Baden-Württemberg geraten ins Visier der Steuerfahndung: Nachzahlungen von mehr als 438.000 Euro wurden fällig. Was haben die Social-Media-Stars versäumt?

Die Steuerfahndung nimmt die Influencer-Branche ins Visier. Für Baden-Württembergs digitale Werbestars wird das lukrative Geschäft mit Reichweite zunehmend zum steuerlichen Risiko: Innerhalb eines halben Jahres kam es bislang zu Steuernachzahlungen in Höhe von rund 438.000 Euro, wie Finanzstaatssekretärin Andrea Lindlohr (Grüne) in Stuttgart mitteilte. Außerdem gebe es 100 Fälle aus dem Social-Media-Bereich, die aktuell in den Steuerfahndungs- sowie Straf- und Bußgeldsachenstellen bearbeitet werden. «Am Ende geht es um Steuergerechtigkeit. Wer seine Einnahmen ordnungsgemäß versteuert, muss sich darauf verlassen können, dass dieselben Maßstäbe auch für alle anderen gelten.»

Die Sondereinheit für Steueraufsicht in Baden-Württemberg (SES) hatte im Dezember vergangenen Jahres knapp 900 Kontrollmitteilungen an die Finanzämter geschickt. Das ist ein Hinweis an ein anderes Finanzamt, der dort eine steuerliche Prüfung anstoßen oder ergänzen kann. Der Betroffene erfährt davon nichts.

Digitale Recherchen führen zum Erfolg

Lindlohr sagte, klar sei, für digitale Geschäftsmodelle würden dieselben steuerlichen Regeln wie für klassische Unternehmen gelten. «Deshalb verstärkt die Steuerverwaltung ihre Kontrollen in diesem Bereich. Daten und Informationen aus digitalen Quellen werden gezielt ausgewertet und Auffälligkeiten geprüft.» Die seit 2014 bestehende SES ist eine spezialisierte Ermittlungsgruppe, die die Steuerfahndungsstellen im Land bei digitalen Recherchen unterstützt.

Nach Angaben des Finanzministeriums wurden bei Betriebsprüfungen im vergangenen Jahr ein Mehrergebnis von rund 1,71 Milliarden Euro erzielt. Bei den Umsatzsteuer-Sonderprüfungen waren es rund 245,6 Millionen Euro.
Die Steuerfahndung spülte zusätzlich rund 205,8 Millionen Euro in die Kassen.
Finanzermittler sicherten Vermögenswerte in Höhe von rund 178 Millionen Euro.

 

Weitere Nachrichten

Infektion in Baden-Württemberg: Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland

Nachweise in Mücken hierzulande gab es schon länger. Nun gibt es einen bestätigten Sindbis-Fall bei einem Mann in Baden-Württemberg. Ärzte sollen auf entsprechende Symptome achten.

Laut Verband: Aufschwung im Handwerk lässt auf sich warten

Im Handwerk kommt weiter keine Partystimmung auf. Der Aufschwung bleibt laut Verband im Südwesten weiter aus. Wie blicken die Betriebe in die Zukunft?

Karlsruher Basketballerin Wilke nach Heim-WM: Was bleibt vom Hype?

Zur WM in Berlin kamen über 200.000 Fans in die Hallen. Nun wartet wieder der harte Alltag. Was die deutsche Eliteliga der Frauen macht, damit der Bundestrainer künftig nicht mehr zur Flucht aufruft.

Nach Hitzesommer: Wieder verheerendes Jahr für Alpengletscher

Hitzewellen und wenig Schnee setzen den Gletschern in der Schweiz, Österreich und Deutschland massiv zu. Warum kleine Gletscher bereits verschwinden und der Nachschub an Trinkwasser zurückgeht.

Letztes Bier bei Eichbaum: Nach fast 350 Jahren ist Schluss -181 Jobs betroffen

Nach fast 350 Jahren ist Schluss: Was bedeutet das Aus für die 181 Mitarbeiter – und wie geht es mit der Marke Eichbaum weiter?

Konkurrenz für SpaceX und Co.: Deutscher Raketenhersteller HyImpulse erhält Startlizenz

Das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Heilbronn plant seinen ersten Start von europäischem Boden im Frühjahr. In der Zukunft will HyImpulse auch kommerzielle Satelliten in die Umlaufbahn bringen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.