News
Invasive Art: Neue Strategie im Kampf gegen Asiatische Hornisse

News Invasive Art: Neue Strategie im Kampf gegen Asiatische Hornisse

Quelle: Boris Roessler/dpa
dpa

Die Asiatische Hornisse vermehrt sich rasant und ist ein flexibler Räuber. Eine Ausrottung gilt inzwischen als unrealistisch. Für Grundstückseigentümer gibt es nun eine wichtige Änderung.

Nach einer bundesweiten Neu-Einstufung der eingeschleppten Asiatischen Hornisse ändert sich auch im Südwesten die Strategie der Bekämpfung. Da die invasive Art inzwischen als «etabliert und verbreitet» bewertet werde, müssten gesichtete Nester nicht mehr überall sofort beseitigt werden, teilte das Landesumweltministerium auf Anfrage in Stuttgart mit.

«Die Beauftragung der Nestentfernung und deren Bezahlung erfolgt zukünftig durch die Grundstückseigentümer, sofern diese eine Nestentfernung wünschen», berichtete das Ministerium. Die Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Stuttgart-Hohenheim koordiniert demnach weiter Einsätze – sie versucht etwa, Fachleute für das Beseitigen von Nestern zu finden. In den vergangenen Jahren seien die Kosten für die Nestenfernung vom Ministerium getragen worden. Allein 2024 flossen für das Beseitigen der Asiatischen Hornisse rund 400.000 Euro.

Invasiv-Hornisse kam vor gut einem Jahrzehnt an

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) stammt ursprünglich aus Südostasien. 2004 wurde eine Unterart erstmals in Europa nachgewiesen, zehn Jahre später war sie auch in Deutschland angekommen – sie wurde 2014 im südlichen Rheinland-Pfalz und im Raum Karlsruhe entdeckt.

Die Asiatische Hornisse bleibe in der EU eine invasive gebietsfremde Art, für die Regeln gelten, berichtete das Landesumweltministerium. Die Ausbreitung der Art werde auch nach der Umstufung durch das Bundesumweltministerium weiter bekämpft. Behörden setzen dabei auf Meldesysteme und das gezielte Beseitigen von Nestern.

Fast 1.500 Nester im Südwesten entdeckt

Im vergangenen Jahr wurden 1.470 Nester in Baden-Württemberg gesichtet. Im laufenden Jahr wird den Angaben zufolge mit einer Zahl gerechnet, die um das Zwei- bis Dreifache höher liegt.

 

Weitere Nachrichten

Nach zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie rücken näher

In der zweiten Verhandlungsrunde legt die Arbeitgeberseite ein Angebot vor. Doch dieses weisen die Arbeitnehmer als unzureichend zurück. Damit dürfte es bald Warnstreiks in Baden-Württemberg geben.

Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Für viele gehört Weihnachten zum Höhepunkt des Jahres - für Kim und Wolfram König ist es Halloween. Monate investieren sie in ihr Gruselhaus. Dieses Jahr entführen sie Besucher nach Mexiko.

Krankheit Alzheimer wurde vor 120 Jahren entdeckt: Zahl der Betroffenen steigt

Die Zahl von Menschen mit Demenz nimmt zu - die meisten davon haben Alzheimer. Angehörige von Betroffenen übernehmen den größten Teil ihrer Pflege - und bräuchten selbst mehr Hilfen.

Atommüll-Endlager: Zwei Südwest-Gebiete nicht mehr im Rennen

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager geht in die nächste Runde: Die Auswahl der als geeignet bewerteten Gebiete wurde weiter eingegrenzt. Wo liegen die Schwerpunkte in Baden-Württemberg?

Geld Münzen

336 Millionen Euro mehr Steuern - aber trotzdem Lücke im Landeshaushalt

336 Millionen Euro mehr Steuern als erwartet – und trotzdem fehlt Baden-Württemberg Geld im Haushalt 2027. Warum der erwartete Aufschwung den Spielraum der Landesregierung zugleich schrumpfen lässt.

Cyberangriff auf Hochschulen im Land: Das weiß man zum Datenabfluss

Notensysteme und Stundenpläne waren nach dem Angriff offline, Lehrkräfte konnten zunächst nicht bezahlt werden. Die Ermittlungen sind nun vorangekommen und es gibt neue Infos zu der Attacke.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.