Nachrichten
Justizminister will bei kriminellen Ausländern mehr durchgreifen

Nachrichten Justizminister will bei kriminellen Ausländern mehr durchgreifen

Quelle: Boris Roessler/dpa
dpa

Justizminister Oppelt fordert mehr Personal für den Sonderstab Gefährliche Ausländer. Was er damit bezwecken will.

Der neue Justizminister Moritz Oppelt will konsequenter gegen kriminelle Ausländer vorgehen. «Wir werden noch stärker als bisher ‚durchgreifen‘ gegen diejenigen, die sich nicht an unsere Regeln halten, die straffällig werden und unser Gastrecht mit Füßen treten», sagte der CDU-Politiker der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Mittwoch). «Da müssen wir uns besser aufstellen, auch um zu zeigen, dass der Staat seine Regeln durchsetzt.»

«Nummer-eins-Problem»

Der Sonderstab Gefährliche Ausländer solle wie im Koalitionsvertrag verankert personell aufgestockt werden. Aktuell habe er rund 60 Mitarbeitende, die rund 900 schwerkriminelle gefährliche Ausländer betreuten und sie abschieben oder zur Ausreise bewegen wollten. «Wir brauchen beim Sonderstab jetzt einfach noch mehr Power», sagte Oppelt der Zeitung. Trotz des Ziels, die Verwaltung zu verschlanken, seien hier zusätzliche Ressourcen notwendig. Wie schnell Schwerstkriminelle außer Landes gebracht werden, bezeichnete der Minister für Justiz und Migration als «Nummer-eins-Problem» in Baden-Württemberg.

 

Dass Migranten, die sich gut integrieren wollen oder integriert sind, verschreckt werden könnten, fürchtet Oppelt nicht. «Diejenigen, die am meisten darunter leiden, wenn nicht konsequent gegen Schwerkriminelle vorgegangen wird, sind doch diejenigen, die nicht kriminell sind», sagte er. «Weil ein Stück weit ja dieses Stigma allen anhaftet.» Gerade deshalb sei es eine Grundaufgabe des Staates, klar zu trennen. «Man tut keinem einen Gefallen, wenn man diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, mit Samthandschuhen anfasst.»

Identitäten geklärt und ausgewiesen

Der Sonderstab bearbeitet seit mehreren Jahren Fälle von Kriminellen oder gefährlichen Menschen, darunter zahlreiche schwere Straftäter. Einige von ihnen sitzen nach früheren Angaben im Gefängnis oder in Abschiebehaft, andere sind nach abgesessener Strafe auf freiem Fuß.

Mehrere Hundert Straftäter und andere Intensivtäter aus dem Ausland seien schon auf Betreiben der Experten abgeschoben worden. Hunderte weitere wurden den Angaben nach ausgewiesen. In vielen Fällen habe zuvor die wahre Identität der Betroffenen geklärt werden können.

 

Weitere Nachrichten

Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig – Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung in Klinik

Nach einem Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig sind zwei Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte die Polizei Karlsruhe auf Anfrage am Sonntagabend, 25. Oktober 2026, mit.

Erstes Wochenende mit Schnee im Hochschwarzwald

Nachdem die Skipisten am Feldberg nach dem ersten Schnee diese Woche erst wieder grün wurden, sind sie nun wieder mit einer dünnen Schneeschicht belegt: Das weckt Freude auf die Skisaison.

Vom Straßenrand in den Napf: Unfallwild wird Tierheimfutter

Bei einer bundesweit einmaligen Kooperation wollen Jäger dem Reutlinger Tierheim verendete Rehe für die Hunde bringen. Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Und welche Rolle Allergien spielen.

Rehe und Wildschweine: Wie man Wildunfälle vermeidet und was im Notfall zu tun ist

Rund 25.900 Wildunfälle gab es vergangenes Jahr in Baden-Württemberg, 262 Menschen wurden verletzt. Die Zeitumstellung verschiebt den Berufsverkehr in die Dämmerung - worauf es jetzt ankommt.

Sturmschaden: Zugverkehr am Hauptbahnhof Karlsruhe kurzzeitig eingestellt

Ein Gegenstand fliegt in die Oberleitung, Reisende berichten von «massivem Funkenschlag»: Am Karlsruher Hauptbahnhof stand der Zugverkehr zeitweise völlig still.

Vor der Weihnachtsbaum-Saison: So werden die Preise

Ab November werden die ersten Christbäume der Saison gefällt. Was der trockene Sommer vor allem im Süden für die Bäume bedeutet hat, was die beliebtesten Arten sind – und was sie kosten werden.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.