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Unter zwölf Euro: Wo der Eintritt im Südwesten niedriger ist als im Kölner Dom

Nachrichten Unter zwölf Euro: Wo der Eintritt im Südwesten niedriger ist als im Kölner Dom

Quelle: Stefan Puchner/dpa

Der Kölner Dom wird für Besucher ab Juli zwölf Euro Eintritt kosten. Neun Beispiele aus Baden-Württemberg, die günstiger sind – und sich je auf ihre eigene Weise mit der Kathedrale verknüpfen lassen.

Bevor man sich auf den Weg nach Köln macht und für zwölf Euro Eintritt den dortigen Dom besichtigt, gibt es in Baden-Württemberg näher gelegene und teils deutlich günstigere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.

Einige Beispiele mit vielleicht domähnlicher Atmosphäre:

Kirchlich-kühl ist es auch in Höhlen. Davon sind auf der Schwäbischen Alb gleich mehrere für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Beispielsweise am Hohle Fels in Schelklingen (Alb-Donau-Kreis) – immerhin auch Teil des Unesco-Welterbes – kostet der Eintritt gerade einmal 4,50 Euro.

Wem es um Aussicht geht, kann den 51 Meter hohen Blaserturm im historischen Zentrum von Ravensburg besteigen. Von dort aus kann man über die Stadt blicken. Erwachsene zahlen hier vier Euro Eintritt.

Mit 157,22 Metern ist der Kölner Dom zwar deutlich höher und zählt auch zu den höchsten Kirchen Deutschlands. Doch nicht nur ist das Ulmer Münster nochmal gut vier Meter höher – der Turmaufstieg kostet mit neun Euro auch weniger als der künftige Eintritt in den Kölner Dom.

Dieser liegt fußläufig ähnlich weit vom Bahnhof entfernt wie in Rastatt der Schlosspark. Der ist frei zugänglich. Und der Eintritt in die angrenzende Barockresidenz und das Wehrgeschichtliche Museum kostet zehn Euro.

Historisch wie im Dom geht es in Freilichtmuseen zu. In jenem in Beuren (Landkreis Esslingen) kostet der Eintritt ebenfalls zehn Euro. Gäste bekommen ein altes Dorf mit Bauernhäusern, Gärten, Streuobstwiesen und alten Handwerken zu sehen.

Von den mehr als 20 Wallfahrtskirchen allein im Schwarzwald gilt «Maria zu den Ketten» in Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) als die größte. Zudem liegt sie auf einem Teil des Jakobuswegs und ist daher beliebtes Pilgerziel. Hier zahlen Besucher überhaupt keinen Eintritt.

So ist es auch bei der Burgruine Staufen. Die Burg wurde das erste Mal urkundlich erwähnt 1248 – das ist genau jenes Jahr, in dem der Grundstein für den Kölner Dom gelegt wurde.

Dort sind die Gebeine der Heiligen Drei Könige in einem kostbaren Schrein aufgebahrt. Das Trio ist auch im Kloster Maulbronn (Enzkreis) ein Hingucker: Ein Fresko in der Klosterkirche aus dem Jahr 1424 zeigt die Männer als elegante Ritter, die das Christuskind anbeten. Erwachsene zahlen zehn Euro Eintritt für das Unesco-Denkmal.

Schiff statt Kirchenschiff: Wer mit der Fähre von Konstanz nach Meersburg über den Bodensee schippern will, zahlt für eine Strecke 4,30 Euro. Selbst das Ticket für Hin- und Rückfahrt liegt mit 8,10 Euro unter dem Kölner-Dom-Preis.

 

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