Mehr als 250 Lieferfahrten an einem Tag
Karlsruhe kauft online lokal ein – über 200 Geschäfte nehmen teil

Mehr als 250 Lieferfahrten an einem Tag Karlsruhe kauft online lokal ein – über 200 Geschäfte nehmen teil

Quelle: Radkurier Karlsruhe

Karlsruhe hält zusammen – auch in schweren Zeiten wie in der Corona-Krise. Die Gemeinschaftsaktion zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels kommt gut an. Zahlreiche Bürger der Fächerstadt nutzen die Online-Angebote und kaufen so weiterhin lokal ein.

Karlsruher halten ihren Händlern die Treue

Über 200 Händler und Gastronomen sind es bereits, die sich an der Gemeinschaftsaktion „Dem Coronavirus trotzen: Gemeinsam stehen wir das durch!“ beteiligen. Und die Aktion, die den Karlsruher Einzelhandel und die Gastronomie in dieser schweren Zeit unterstützen soll, kommt wirklich gut an. Seit zwei Wochen läuft das Projekt – am Dienstag, 7. April 2020 ziehen die Organisatoren ein erstes Fazit.

Initiiert haben die Aktion die Cityinitiative Karlsruhe (CIK) und die KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH in Kooperation mit der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH und der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe. Zahlreiche Karlsruher halten dadurch auch während des Shutdowns ihren Händlern und Gastronomen die Treue. Sie nutzen beispielsweise die Möglichkeit der telefonischen Bestellung, Beratung und den kostenlosen Lieferservice der Fahrradkuriere.

 

OB Mentrup: „Das macht mich stolz“

Stand 7. April beteiligen sich 120 Einzelhändler und 91 Gastronomiebetriebe und versorgen die Bevölkerung in der Fächerstadt weiterhin mit ihren Produkten. Kunden können die Waren oder Gerichte nach vorheriger Bestellung selbst abholen oder kostenfrei geliefert bekommen. Über 2.000 Besucher sind täglich auf den Webseiten zur Aktion und informieren sich über die Angebote des lokalen Einzelhandels.

Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zeigt sich erfreut über die Aktion und die Reaktion der Bürger darauf. „Der große Zusammenhalt in Karlsruhe macht mich stolz“, sagt das Stadtoberhaupt. Die Menschen in der Stadt würden in diesen Tagen zeigen, dass sie füreinander einstehen – sowohl wenn es darum geht, den Einzelhandel am Leben zu halten, als auch mit vielen innovativen Ideen, die das Leben während der Krise für alle angenehmer machen. „Zusammenhalt ist in Karlsruhe nicht nur ein Wort, sondern ein Lebensgefühl“, so Mentrup.

Am vergangenen Donnerstag berichtete auch die ARD in einer Sondersendung nach der Tagesschau über die Vorreiter-Aktion aus Karlsruhe. Hier wird die digitale Welt mit der analogen verknüpft und die lokale Wirtschaft in der Krise unterstützt.

 

Großer Vorteil gegenüber Onlinehändlern

Welcher Händler bietet welchen Service während der Corona-Krise? Welche Gastronomiebetriebe sind noch da für die Gäste und bieten ihre Gerichte für Zuhause an? Die Cityinitiative Karlsruhe und die KME halten die Webseite dauerhaft auf dem Laufenden und tragen dort all solche Informationen zusammen. Zu erreichen ist die Seite unter www.karlsruhe-erleben.de.

Damit das Bestellte dann auch zu dem Kunden kommt, hat die Cityinitiative mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung ein kostenloses Lieferangebot im Stadtgebiet mit Karlsruher Fahrradkurieren auf die Beine gestellt. Allein am Montag, 6. April 2020, wurden dabei über 250 Lieferfahrten durchgeführt. Und die bieten sogar einen deutlichen Vorteil gegenüber überregionalen Onlinehändlern. „Die Zusammenarbeit mit den Radkurieren ist ein großes Plus: Von der Bestellung bis zur Lieferung beim Kunden vergehen oft weniger als zwei Stunden – da kann kein Onlinehändler mithalten. Wer seine Bestellung rechtzeitig zu Ostern bekommen möchte, sollte also lokal in Karlsruhe einkaufen“, sagt sagt Frank Theurer, Geschäftsführer der CIK.

 

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