News
Keime, Schadstoffe und Co.: So sauber sind Badeseen im Land

News Keime, Schadstoffe und Co.: So sauber sind Badeseen im Land

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Wenn es im Sommer heiß wird, hilft oft nur eine Abkühlung im nächsten Badesee. Aber wie steht es um die Wasserqualität? Auf einer Internetseite des Landes finden Wasserfreunde Antworten.

Schwimmer und Wasserratten können in Baden-Württemberg fast überall bedenkenlos in die Badeseen springen. Nahezu alle Badegewässer im Südwesten hätten eine hervorragende Wasserqualität, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Von den 311 regelmäßig kontrollierten Badestellen seien 97 Prozent sehr gut oder gut zum Baden geeignet. Die Wasserqualität aller kontrollierten Badegewässer findet man auf der Internetseite der Badegewässerkarte Baden-Württemberg.

Lediglich zwei Badestellen seien als mangelhaft bewertet worden, teilte das Ministerium mit. Nicht zum Baden geeignet ist der Badegewässerkarte des Ministeriums zufolge der Sunthauser See in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis). Dieser sei aufgrund einer erhöhten mikrobiologischen Belastung seit 2021 zum Baden gesperrt – und bleibe das auch, bis entsprechende Maßnahmen durchgeführt würden, heißt es.

Regengüsse können Keime einschwemmen

Ebenfalls mit Rot gekennzeichnet ist auf der Gewässerkarte der Metzisweiler Weiher in Bad Wurzach (Landkreis Ravensburg). Dort seien im August und September 2023 erhöhte mikrobielle Gehalte festgestellt worden, weswegen das Gewässer als mangelhaft eingestuft worden sei. Aktuell hätten Untersuchungen keine weiteren Auffälligkeiten gezeigt, eine Neubewertung der Lage werde man unter Berücksichtigung der Daten aus der Badesaison 2025 dann im Frühjahr 2026 durchführen.

Nach Angaben des Ministeriums entnehmen die Gesundheitsämter während der Badesaison vom Anfang Juni bis Mitte September mindestens einmal pro Monat Wasserproben der untersuchten Gewässer. Starke Regengüsse könnten etwa zur Einschwemmung von Keimen oder Schadstoffen führen, hieß es.

Vom Baden in Flüssen rät das Ministerium komplett ab. Diese seien abgesehen von wenigen ausgewiesenen Badestellen nicht zum Baden geeignet und würden deswegen auch nicht kontrolliert. «Es ist daher nicht auszuschließen, dass an diesen Badestellen mikrobiologische Verunreinigungen oberhalb der geltenden Grenzwerte vorliegen», teilte das Ministerium mit.

 

Weitere Nachrichten

Seit sechs Jahren verschwunden: Suchhunde schlagen an - neue Spur von vermisster Scarlett?

Sechs Jahre nach dem Verschwinden von Scarlett Salice schlagen Suchhunde an einem Felsen im Wehratal mehrfach an. Was ihr Vater und die Helfer nun vermuten, und warum die Suche gefährlich bleibt.

Europa-Park zum elften Mal "bester Freizeitpark der Welt"

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.

Warum das Land bei einer Bildungsstudie gut abschneidet

Zuletzt gab es bei Studien und Leistungstests für den Südwesten immer wieder Tiefschläge. Eine arbeitgebernahe Studie sieht dagegen eine Reihe positiver Punkte. Ist das ein Widerspruch?

Großübung "Badischer Sturm": Über 500 Soldaten proben ABC-Einsatz

Die Bundeswehr übt die ABC-Abwehr. Denn sie will für den Ernstfall gewappnet sein. Was bedeutet die erhöhte Präsenz militärischer Fahrzeuge für Autofahrende?

Laut Umfrage: Klimaneutral bis 2045? Immer mehr Firmen geben auf

Immer weniger Unternehmen in Baden-Württemberg glauben einer Umfrage zufolge, bis 2045 klimaneutral werden zu können. Woran hapert es aus Sicht der Betriebe?

Lebensmittel mit Insekten: Warum gibt es keine Insekten auf unseren Tellern?

Insekten kann man in Deutschland auch als Lebensmittel verzehren. Aber wer macht das und warum setzen sich die kleinen Tierchen als Lebensmittel nur schwer durch?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.