News aus Baden-Württemberg
Land zahlt für Landeserstaufnahmen 680 Millionen Euro

News aus Baden-Württemberg Land zahlt für Landeserstaufnahmen 680 Millionen Euro

Quelle: Stefan Puchner/dpa
dpa

Direkt nach ihrer Ankunft werden Geflüchtete zunächst in der Erstaufnahme untergebracht, bevor sie aufs Land verteilt werden. Neue Zahlen gewähren Einblick, wie viel das das Land gekostet hat.

Das Land hat in den vergangenen Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Betrieb seiner vier großen Landeserstaufnahmeeinrichtungen gesteckt. Für Reinigung, Instandhaltung, Servicepersonal, Verpflegung sowie weitere Betriebsausgaben habe das Land von 2016 bis 2022 679,062 Millionen Euro gezahlt, wie aus einer Antwort auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Ruben Rupp beim Justizministerium hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Kosten wurden für die Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LEA) in Karlsruhe, Ellwangen, Sigmaringen und Freiburg erhoben.

Die durchschnittlichen Kosten für die medizinische Versorgung der Geflüchteten betrug im vergangenen Jahr in der Erstaufnahme in Sigmaringen pro Kopf 2561 Euro, in der LEA Karlsruhe 3734 Euro.

Rupp kritisierte den Gesamtbetrag, in welchem etwa Sozialleistungen noch nicht einberechnet seien. Er forderte einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik, etwa die Einführung von Sachleistungen und konsequente Abschiebungen.

In Baden-Württemberg besteht das Unterbringungssystem für Geflüchtete aus drei Phasen: Für die Erstaufnahme ist das Land zuständig, für die vorläufige Unterbringung der jeweilige Land- oder Stadtkreis, für die Anschlussunterbringung die Gemeinde. Bis 2014 war Karlsruhe der einzige Erstaufnahme-Standort im Südwesten. Im Zuge der Flüchtlingskrise 2015/2016 habe man die Zuständigkeiten auf die vier Regierungspräsidien erweitert und weitere Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen, heißt es aus dem Ministerium. Derzeit sucht das Land aufgrund hoher Zugangszahlen händeringend Standorte für weitere Erstaufnahmeeinrichtungen.

 

Weitere Nachrichten

Kultusministerium äußert sich: Hitzefrei auch an Berufsschulen und Oberstufen möglich

Bisher hieß es, dass es kein Hitzefrei für Berufsschulen und Oberstufen gibt. Nun stellt das Ministerium klar: Auch diese Schüler können Hitzefrei bekommen. Wer entscheidet am Ende?

Beziehungsberater KI - wenn ChatGPT Tipps in der Liebe gibt

Eifersucht, Betrug und Leidenschaft: Menschen bitten KI-Chatbots auch um Hilfe in ihren Beziehungen. Wo ist der Einsatz sinnvoll - und wo ist er heikel? Und warum sind KI-Schmeicheleien so kritisch?

Laut Studie: Wo bis 2040 besonders viele Hausärzte fehlen könnten

Wer heute einen neuen Hausarzt sucht, braucht oft Geduld. In den nächsten Jahren dürfte sich das Problem noch verschärfen. Wo es besonders schlimm werden könnte - und was helfen würde.

Weniger Windkraft auf See? EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen

Steigende Kosten, teure Technik: Der EnBW-Chef fordert, beim Windkraft-Ausbau auf See vorerst auf die Bremse zu treten. Warum er weniger für mehr hält.

Nächste Hitzewelle im Anmarsch - hier lohnt Abkühlung

Nach einer Verschnaufpause kommt die Hitze in Baden-Württemberg wieder zurück. In der zweiten Wochenhälfte kommt es wieder mehrfach zu deutlich mehr als 30 Grad.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.