News aus Baden-Württemberg
Nach Unfall: Löwenbaby Lea putzmunter & Nashornvogel eingefangen

News aus Baden-Württemberg Nach Unfall: Löwenbaby Lea putzmunter & Nashornvogel eingefangen

Quelle: Reptilium Landau
dpa

in Löwenbaby in einer Holzkiste – die Polizei hatte bei dieser Entdeckung nach einem Unfall auf der Autobahn große Augen gemacht. Offenbar befand sich neben dem kleinen Raubtier auch ein exotischer Vogel im Unfallfahrzeug. Wo der steckt, ist noch unklar.

Update: Der entflogene Vogel, der zusammen mit einem Löwenbaby bei einem Auffahrunfall entdeckt wurde, ist bei Waghäusel eingefangen worden. In der Nacht zum Donnerstag wurde das Tier in einem Wald im Kreis Karlsruhe entdeckt, wie ein Sprecher der Berufstierrettung mitteilte. Mithilfe der sogenannten Wassertechnik seien die Flügel des Vogels mit Wasser benetzt worden, so dass er kurzfristig nicht mehr fliegen und eingefangen werden konnte, hieß es in einem Beitrag auf einer sozialen Plattform der Berufstierrettung. Ob das Tier verletzt war, war zunächst nicht bekannt.

 

Das nach einem Transportunfall bei Kronau (Kreis Karlsruhe) gerettete weiße Löwenbaby hat sich gut erholt, fühlt sich in seiner neuen Unterkunft im Reptilienzoo Landau wohl und ist quietschfidel. Das berichtete der stellvertretende Geschäftsführer des Reptiliums, Dominik Bischoff, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Nach seiner Ankunft am Dienstag habe das rund sieben Wochen alte Weibchen erstmal zur Ruhe kommen müssen. «In der Nacht hat es dann schon angefangen, Milch zu trinken und ein bisschen Hackfleisch zu fressen.» Man habe ihr den Namen Lea gegeben, sagte Bischoff.

Doch wo steckt der Nashornvogel? Die Polizei geht unterdessen davon aus, dass sich noch ein weiteres exotisches Tier in dem Anhänger des slowakischen Unfallfahrzeugs befunden hatte. Mehrere Zeugen hatten einen einem Tukan ähnlichen Vogel aus dem Anhänger fliegen sehen. Laut Ermittler soll es sich dabei um einen Nashornvogel handeln. Dieser soll in der Nähe einer Kiesgrube bei Kronau gesichtet worden sein. Die Herkunft der Tiere ist unklar.

Die kleine Löwin war nach dem Auffahrunfall in einer Holzbox in dem Anhänger entdeckt worden – unverletzt, «aber ganz schön sauer», wie Michael Sehr, Geschäftsführer der Berufstierrettung Rhein-Neckar sagte. Er war zu dem Unfall hinzugerufen worden, als die Beamten das verängstigte Raubtier gefunden hatten. «Meist retten wir Hunde oder Katzen», sagte er. Ein Löwe sei ihm noch nie untergekommen.

Lea und der Nashornvogel sollten wohl von der Slowakei aus nach Spanien in den Raum Barcelona gebracht werden. Für wen genau sie bestimmt waren, ist unklar. Ebenso ist bisher offen, ob der Transport legal war. Die Löwin sei auf jeden Fall viel zu jung gewesen, sagte Sehr. Erst mit mindestens 15 Wochen hätte sie transportiert werden dürfen. Luftlöcher seien in der Kiste gewesen, der Fahrer habe aber nur Trockenfutter für das Tier dabei gehabt.

Notwendig für gewerbliche Tiertransporte ist beispielsweise ein sogenannter Befähigungsnachweis. Außerdem muss die Ankunft des Tieres am Zielort angemeldet sein. Für Tiertransporte gilt nach Sehrs Worten EU-weit die entsprechende Tierschutzverordnung 2005.

Neusten Erkenntnissen der Polizei zufolge kam es zu dem Unfall, weil der Fahrer des Kleinbusses am frühen Dienstagmorgen eingeschlafen war. Daraufhin fuhr der 54-jährige Slowake auf einen vor ihm fahrenden Transporter auf, der wegen einer Baustelle abbremste. Dieser prallte dann in einen Sattelzug. Die Insassen des Kleinbusses – neben dem Fahrer noch ein 19 und ein 59 Jahre alter Mann – wurden ebenso wie der 38 Jahre alte Fahrer des Sprinters schwer verletzt. Der 49 Jahre alte Sattelzug-Fahrer blieb unverletzt.

 

 

 

Weitere Nachrichten

Karlsruher Storchenexpertin: Population könnte schrumpfen

Die Zahl der Störche in Baden-Württemberg könnte nach Einschätzung von Experten in den kommenden Jahren wieder sinken.

Polizei-Studie: Baden-Württemberg lehnt Teilnahme ab

Rechte Umtriebe und Rassismus bei der Polizei? Dieser Verdacht nach einigen Vorfällen empörte viele Beschäftigte. Eine breiter angelegte Studie über den Alltag der Polizisten sollte trotzdem den Problemen auf den Grund gehen. Doch im Südwesten wird daraus wohl nichts.

Sigmaringen: Betrunkener schmeißt seinen Hund auf Bahngleise

Ein Betrunkener hat in Sigmaringen seinen Hund auf die Bahngleise geworfen. Der Pitbull-Terrier-Mischling verletzte sich an den Beinen, wie die Polizei mitteilte.

Fachkräftemangel für Ganztagsbetreuung in Schulen ist massiv

Eine Betreuung für Grundschulkinder nach Schulschluss? In Baden-Württemberg ist das längst nicht flächendeckend der Fall. Hier herrscht oft das traditionelle Bild: Ab Mittag ist das Schulkind wieder zu Hause. Für den Rechtsanspruch fehlt vor allem Personal.

Hasskriminalität in Baden-Württemberg steigt weiter und weiter

Nur hässliche Worte? Nein, Hass und Hetze bedrohen die Demokratie. Das Problem ist in aller Munde - kein Tag, an dem Politiker nicht davor warnen und neue Maßnahmen dagegen beschließen. Und doch steigen die Fallzahlen immer weiter.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 




Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

100%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.