News aus Baden-Württemberg
Landesregierung investiert in Hilfsangebote

News aus Baden-Württemberg Landesregierung investiert in Hilfsangebote

Quelle: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild
dpa

Die Kosten steigen. Für Lebensmittel, Miete, für Strom und Gas. Das trifft alle, vor allem aber die Menschen, die weniger zur Verfügung haben. Die Koalition hat sich deshalb noch einmal zusammengesetzt und nachgesteuert.

Unter dem Druck der Energiekrise und steigender Preise sollen Minderjährige und Familien zusätzlich durch das Land unterstützt werden. Auch Hilfsangebote wie Tafelläden bekommen mehr Unterstützung. Die grün-schwarze Koalition einigte sich nach Angaben der beiden Fraktionen darauf, soziale Einrichtungen und Beratungsstellen im kommenden baden-württembergischen Doppelhaushalt mit weiteren 35 Millionen Euro zu finanzieren.

Das Geld soll unter anderem in die Schulsozialarbeit, die Armutsbekämpfung und die stark belasteten Tafelläden für Hilfsbedürftige investiert werden. Unter dem Motto «Soziale Infrastruktur stärken» werde das Paket im laufenden Monat beschlossen, kündigten die beiden Fraktionsvorsitzenden von CDU und Grünen, Manuel Hagel und Andreas Schwarz, am Donnerstag in Stuttgart an. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» (Donnerstag) über das Paket berichtet.

Geplant ist unter anderem, in den kommenden beiden Jahren die Schulsozialarbeit mit insgesamt fast 14 Millionen Euro zusätzlich zu unterstützen, um Lernlücken zu schließen, wie die beiden Fraktionen mitteilten. Auch der grün-schwarze Koalitionsvertrag verspricht bereits die Stärkung der Schulsozialarbeit.

Der Landesverband «Tafel BW» und die örtlichen Tafeln sollen insgesamt weitere 1,3 Millionen Euro mehr erhalten, rund 2 Millionen Euro gehen in Stellen des Jugendschutzes, Jugendhilfe und der Jugendbildung. Als Teil eines «Masterplans Kinderschutz» sollen einzelne Programme im Kinder- und Jugendschutz mit jeweils bis zu 5 Millionen Euro in den Jahren 2023 und 2024 finanziert werden, das ist die zweitgrößte Einzelsumme des Pakets. Insgesamt rund 6 Millionen Euro fließen in den beiden kommenden Jahren in Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut, Überschuldung und Wohnungslosigkeit von Familien. Auch Bildungsangebote für Eltern und Familien sowie die Jugendhilfe und sonstige Träger sollen vom Unterstützungspaket profitieren.

«Damit vermeiden wir, dass sich die Armut im Land verstärkt, dass noch mehr Menschen in prekäre Verhältnisse abgleiten oder sich allein gelassen fühlen», sagte Schwarz von den Grünen über die Inhalte des neuen Pakets. Bei diesen Menschen sei die Not unter dem Eindruck von Energiekrise, Inflation und Kostensteigerungen am größten. «Für uns war immer klar, dass wenn wir die Lücken der Wirtschaftshilfen des Bundes schließen, wir auch den sozialen Einrichtungen in Baden-Württemberg unter die Arme greifen werden», sagte zudem CDU-Fraktionschef Hagel. «Das tun wir mit unserem Entlastungsprogramm.»

Die Opposition lobt – und tadelt. Die Regierungskoalition gehe zwar einen ersten richtigen Schritt, sagte SPD-Finanzexperte Nicolas Fink. «Angesichts dieser Krise und der Milliarden-Rücklagen der Landesregierung ist ein Paket mit 35 Millionen Euro aber bei Weitem zu klein», kritisierte er. Grüne und CDU müssten deutlich nachlegen – «und zwar im finanziellen Umfang wie in der Breite der Förderung».

 

Weitere Nachrichten

Ravennaschlucht wird zum Hotspot: 100.000 Weihnachtsmarkt-Tickets im Vorverkauf

Das Viadukt leuchtet, die Glühweinstände locken: Warum die Ravennaschlucht zum Hotspot für Weihnachtsfans wird – und was 100.000 Tickets für Besucher bedeuten.

Cybergrooming: Karlsruher Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz

Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.

Bilanz 2026: Rund 2,5 Millionen Menschen besuchten den Cannstatter Wasen

In diesem Jahr haben deutlich weniger Menschen den Cannstatter Wasen besucht als im Vorjahr. Rund 2,5 Millionen Besucherinnen und Besucher kamen den Veranstaltern zufolge zur 179. Ausgabe des Volksfestes. Trotzdem sprachen sie von einer positiven Bilanz.

Warum mehr Kinder im Südwesten eine ADHS-Diagnose bekommen

Immer mehr junge Menschen bekommen im Südwesten eine ADHS-Diagnose. Woran das liegt - und warum Experten das gar nicht mal so negativ bewerten.

Diese Bahnstrecken werden vorerst nicht reaktiviert

Elf stillgelegte Bahnstrecken sollen auch künftig vorerst nicht wieder in Betrieb genommen werden. Welche Strecken sind betroffen? Und was sagt das Verkehrsministerium dazu? Ein Überblick.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.