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Laut ADAC-Daten: So oft staut es sich in Baden-Württemberg

Nachrichten Laut ADAC-Daten: So oft staut es sich in Baden-Württemberg

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Dichter Verkehr, Baustellen, genervte Autofahrer: Im vergangenen Jahr gab es auf den Südwest-Autobahnen Zehntausende Staus. Besonders an zwei Stellen stand der Verkehr immer wieder still.

Autofahrer in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr erneut viel Geduld gebraucht. Auf den Autobahnen im Land summierten sich die Staustunden auf rund 48.500, wie eine bundesweite Bilanz des ADAC zeigt. Das entspricht gut 2.000 Tagen. Der Wert gibt an, wie lange die Staus existiert haben – nicht, wie lange einzelne Autofahrer in diesen Staus standen.

Die Staustunden-Zahl lag demnach nur leicht unter dem Vorjahreswert von gut 49.000. Auch andere Kennzahlen blieben hoch: So zählte der Automobilclub auf den Südwest-Fernstraßen mit 46.122 Staus ungefähr gleich viele wie 2024. Sie summierten sich auf fast 105.000 Kilometer – etwas mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Das entspricht etwas mehr als zweieinhalb Erdumrundungen.

Baden-Württemberg lag mit einem Zehntel der bundesweiten Staustunden auf dem dritten Platz. An der Spitze stand 2025 erneut Nordrhein-Westfalen, auf  das bevölkerungsreichste Bundesland entfielen 35 Prozent aller deutschen Staustunden, gefolgt von Bayern mit 13 Prozent. Die Staubelastung sei auf den Autobahnen weiterhin sehr groß, teilte Holger Bach vom ADAC Württemberg mit. «Das kostet nicht nur Zeit und Nerven, sondern verursacht auch einen immensen volkswirtschaftlichen Schaden.»

 

Zwei Baustellen sorgen für viel Stau

Besonders gebeutelt bleibt die Autobahn 8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Der Abschnitt bei Pforzheim führte erneut das Stau-Ranking im Südwesten an. Hauptursache ist die Baustelle an der Enztalquerung. Im Baustellenbereich zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd zählte der ADAC in beide Fahrtrichtungen 5.380 Staustunden – und damit fast 340 Stunden mehr als im Vorjahr. Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: Der sechsspurige Ausbau der A8 soll nach derzeitigem Stand bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Deutlich verschärft hat sich die Lage auch auf der A81 zwischen dem Kreuz Böblingen-Hulb und dem Kreuz Stuttgart. Dort verdoppelte sich die Staudauer binnen eines Jahres fast – von 1.995 auf 3.861 Stunden. Auch die Staulänge stieg deutlich von 4.434 Kilometer auf 6.523 Kilometer. Hintergrund ist die Erweiterung der Autobahn 81 von vier auf sechs Fahrstreifen – inklusive aufwendiger Brückenbauarbeiten und Überdeckelung der Fahrbahn.

Zu den staureichsten Autobahnstellen gehörten 2025 darüber hinaus ein Teil der Autobahn 6 zwischen Wiesloch/Rauenberg und dem Kreuz Walldorf sowie ein Abschnitt der A5 bei Weil am Rhein, kurz vor der Schweizer Grenze.

 

Staureichster Tag vor Christi Himmelfahrt

Der staureichste Tag des Jahres war der Mittwoch vor Christi Himmelfahrt, der 28. Mai. An diesem Tag registrierte der ADAC im Südwesten 233 Staus mit einer Gesamtlänge von 660 Kilometern. Kurzurlauber und Berufspendler mussten insgesamt 308 Staustunden Wartezeit in Kauf nehmen. Das Autobahnnetz im Land hat eine Gesamtlänge von mehr als 1.000 Kilometern.

Bundesweit erwartet der ADAC im laufenden Jahr eine weitere Verschärfung der Situation auf den Autobahnen – unter anderem wegen eines leicht höheren Verkehrsaufkommens und mehr Baustellen.

 

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