News
Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

News Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

600 Angestellte ohne Januar-Gehalt und rund 1.300 betroffene Kinder – zwei Karlsruher Kita-Träger melden Insolvenz an. Der Betrieb läuft weiter. Was nun geplant ist.

Ungewissheit für Eltern, Kinder und Angestellte – die beiden Karlsruher Kita-Träger Pro-Liberis und Lenitas haben Insolvenzantrag gestellt. Das sagte der Geschäftsführer der beiden Gesellschaften, Peer Giemsch. Betroffen sind mehr als 600 Beschäftigte in 18 Kitas und weiteren Einrichtungen vor allem in Karlsruhe, aber auch im Landkreis Karlsruhe und in Pforzheim.

Der Betrieb laufe weiter – die Mitarbeitenden hätten im Januar jedoch kein Gehalt bekommen, wie Giemsch sagte. Die Zahlungsunfähigkeit habe sich bereits seit längerem abgezeichnet, man habe aber keine Lösung gefunden. Laut der Stadt Karlsruhe sind insgesamt 1.350 Kita-Plätze betroffen, davon 900 in Karlsruhe.

Beabsichtigt ist nach Giemschs Worten, mit Hilfe eines Insolvenzverwalters die Situation in den Griff zu bekommen, alle Betroffenen weiterzubeschäftigen und – auch nachträglich für Januar – zu bezahlen. «Die Betriebsfortführung ist im Interesse der öffentlichen Hand», sagte Giemsch. Man sei mit allen betroffenen Kommunen im Gespräch. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden seien bis Ende März über das Insolvenzgeld gesichert, hieß es dazu auch in einer Pressemitteilung der beiden Gesellschaften.

Karlsruhe werde die Fortführung des Betriebs bestmöglich unterstützen, teilte die Stadt dazu mit. Man könne aber eine Zahlungsunfähigkeit eines privaten Trägers nicht verhindern.

 

Weitere Nachrichten

Nach Durststrecke: Maschinenbauer melden kleines Auftragsplus zum Jahresauftakt

Nach drei Jahren Flaute gibt es für Baden-Württembergs Maschinenbauer erste Lichtblicke. Warum die wichtige Branche dennoch vorsichtig bleibt.

Reifenpanne wohl Auslöser für Lkw-Brand im Tunnel

Ein Defekt am Reifen könnte den Brand eines Lastwagens im Engelbergtunnel ausgelöst haben. Die Schäden sind so groß, dass die Weströhre vorerst gesperrt bleibt.

Autobesitzer aufgepasst: Saharastaub legt sich auf Südwesten

Am Wochenende gelangt ein wenig Saharastaub nach Baden-Württemberg. Autofahrer sollten deshalb vielleicht lieber nach dem Wochenende in die Waschanlage fahren.

Wieder spürbares Erdbeben in Baden-Württemberg

Es ist schon das zweite spürbare Beben in einer Woche. Wo die Erde in Baden-Württemberg erneut wackelte.

Bei Amazon verkauft: Amt warnt vor Honigpaste mit verstecktem Viagra-Wirkstoff

Honigpaste im Internet gekauft? Möglicherweise steckt dort ein Potenzmittel drin - und das ohne Hinweis, warnt das Landratsamt Tübingen. Was Verbraucher über das betroffene Produkt wissen müssen.

JobRad baut weniger Stellen ab als zunächst befürchtet

Nach Gesprächen mit dem Betriebsrat steht fest: Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen gehen. Was Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung dazu sagen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.