News
Laut Experten: Tigermücke in mehr als 200 Kommunen im Südwesten

News Laut Experten: Tigermücke in mehr als 200 Kommunen im Südwesten

Quelle: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa
dpa

Die exotische Art breitet sich rasant aus – und sorgt wegen möglicher Virusübertragungen für wachsende Sorgen beim Fachverband.

Die Asiatische Tigermücke ist nach Angaben der Experten am Oberrhein mittlerweile in mehr als 200 Kommunen im Südwesten Deutschlands nachgewiesen. Die exotische Art breite sich weiter aus und sorge zunehmend für gesundheitliche Sorgen, teilte die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) mit. Im laufenden Jahr sei die Notwendigkeit, gegen die Tigermücke vorzugehen, durch die ersten Fälle der Infektionskrankheit Chikungunya in der Oberrheinebene bestärkt worden.

«Im Straßburger Raum wurden insgesamt drei Fälle festgestellt», hieß es. Eine Übertragung auch auf deutscher Seite sei nicht ausgeschlossen, «sollten Viren durch erkrankte Reiserückkehrende importiert werden».

 

Warum die Kosten ein Thema sind

Eine Hürde bei der Bekämpfung sind der Kabs zufolge die Kosten, um eine lokale Population niedrig zu halten. «Die schwierige Haushaltslage der Mitglieder hat die Kabs nun veranlasst, einen Maßnahmenkatalog zusammenzustellen.» Jede Kommune könne passende «Bausteine» für eine Tigermückenbekämpfung kombinieren und an ihr Budget anpassen. Der Katalog umfasse nicht nur die Behandlung mit dem biologischen Wirkstoff Bti, der Larven tötet, durch die Kabs, sondern etwa auch Beratung und Schulungen.

In der Kabs – einem als gemeinnützig anerkannten Verein – sind Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen. Die Arbeit der Experten ist aufwendig: Am Boden schlagen sie sich durch dichtes Unterholz, viele Brutstätten werden aber aus der Luft behandelt. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs den biologischen Wirkstoff Bti gegen Larven.

 

Weitere Nachrichten

Laut ADAC-Daten: So oft staut es sich in Baden-Württemberg

Dichter Verkehr, Baustellen, genervte Autofahrer: Im vergangenen Jahr gab es auf den Südwest-Autobahnen Zehntausende Staus. Besonders an zwei Stellen stand der Verkehr immer wieder still.

Konjunktur-Umfrage: Situation von Unternehmen leicht verbessert

Die Stimmung in der Südwest-Wirtschaft hellt sich laut einer Umfrage leicht auf. Eine Entwarnung sei das aber noch nicht, heißt es. Wie blicken die Unternehmen in die Zukunft?

Mini-Supermärkte: Rund um die Uhr einkaufen - wo das in Baden-Württemberg möglich wird

Mal eben noch schnell Milch und Mehl im Supermarkt holen? Sonntags hat man da im Südwesten derzeit schlechte Karten. Das ändert sich jetzt. Wie genau?

Chlorgasaustritt im Schwimmbad in Stutensee – mehrere Verletzte

Rund 100 Gäste sind am Nachmittag in einem Schwimmbad in Stutensee, als plötzlich Chlorgas austritt. Was bislang über den Fall bekannt ist.

Wolfsabschuss erlaubt - Warum der Streit trotzdem weitergeht

Der Wolf auf der Hornisgrinde darf erlegt werden. Das Verwaltungsgericht wies die Klage von Umweltschützern ab - doch endgültig entschieden ist über das Schicksal des Raubtiers trotzdem nicht.

Strengere Regeln für Raucher - das gilt bald in Baden-Württemberg

Rauchen am Spielplatz oder an der Haltestelle? Das ist im Südwesten bald tabu – auch E-Zigaretten dürfen dort nicht mehr gequalmt werden. Was sich für Raucher und Nichtraucher jetzt ändert.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.