News
Staatsanwaltschaft setzt Belohnung für Herzen-Sprüher aus

News Staatsanwaltschaft setzt Belohnung für Herzen-Sprüher aus

Quelle: -/Staatsanwaltschaft Heidelberg/dpa
dpa

Um «Stolpersteine» in der Heidelberger Innenstadt werden serienweise Herzen gesprüht. Warum womöglich gut Gemeintes dennoch eine Straftat ist.

.000 Euro Belohnung hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg für Hinweise zu ganz speziellen Sprühereien in der Stadt ausgesetzt. Bisher unbekannte Täter haben demnach serienweise mit roter Lackfarbe Herzen um sogenannte Stolpersteine gesprüht. Die Stolpersteine befinden sich in der Heidelberger Innenstadt auf dem Boden und erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit März sind um 13 dieser Steine Herzen gesprüht worden, zudem wurde laut Staatsanwaltschaft der Schriftzug «Liebe» auf den Boden hinterlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sachbeschädigung. Die Reinigungskosten schätzt die Stadt derzeit auf 6.500 Euro.

Dass auch ein womöglich gut gemeintes Herzmotiv eine Sachbeschädigung darstellen kann, erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft so: «Was ich schmiere, ist egal, sobald es sich nicht mehr hundertprozentig abwaschen lässt.» Und weiter: «Auch wenn ich einen Picasso auf die Straße male und der nicht mehr abgeht, ist das eine Sachbeschädigung.»

Zudem wüssten die Ermittler auch noch nicht, was politisch mit den Herzen ausgedrückt werden solle – ein Gutheißen des Gedenkens etwa oder gar eine Zustimmung zu den Verbrechen der Nationalsozialisten. Für den Tatbestand der Sachbeschädigung spiele das zunächst aber keine Rolle.

 

Weitere Nachrichten

Laut Statistik: Brauereien im Südwesten exportieren deutlich weniger Bier

Mehr als ein Viertel weniger Bier haben die Brauereien im Südwesten 2025 exportiert. Besonders ein Land verzeichnet einen herben Rückgang. Wohin geht das Bier stattdessen?

Höchste Kriminalitätsrate: Neue Stadt an Spitze - das macht Mannheim so kriminell

Jahrelang hatte Freiburg im Breisgau die höchste Kriminalitätsrate im Land. Nun ist Mannheim negativer Spitzenreiter. Warum das so ist und was die Stadt dazu sagt.

Umfrage: So trifft der Iran-Krieg die Südwest-Wirtschaft

Der Iran-Krieg dauert bereits mehr als sieben Wochen. Viele Verbraucher bekommen die Folge gerade vor allem an der Zapfsäule zu spüren. Doch auch vielen Unternehmen macht der Konflikt zu schaffen.

Vorfall in Karlsruhe: Mann in Flammen stirbt - So gehen die Ermittler nun vor

War es Selbstverbrennung oder ein Unglück? Nach dem Vorfall in Karlsruhe haben die Behörden ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Was das heißt und ob es eine passende Vermisstenmeldung gibt.

Invasive Tiere: Jagd auf Ochsenfrösche in Karlsruhe - fast 7.000 Tiere wurden getötet

Mit Reusen, Tauchern und Schusswaffen gegen eine Invasion: Wie sich der Nordamerikanische Ochsenfrosch ausbreitet und was das für Teichbesitzer bedeutet.

40 Jahre nach dem Super-GAU: Tschernobyl-Unfall - Wo strahlt es noch im Land?

Auch 40 Jahre nach Tschernobyl können sich Spuren des Reaktor-Unglücks auf unseren Tellern finden. Wo Verbraucher aufpassen sollten – und was heute als sicher gilt.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.