Nachrichten
Laut Innenministerium: Schusswaffengewalt im Nahverkehr gestiegen

Nachrichten Laut Innenministerium: Schusswaffengewalt im Nahverkehr gestiegen

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
dpa

Nicht nur die Messerkriminalität ist in Bussen und Bahnen gewachsen. Kriminelle griffen zuletzt auch häufiger zu Schusswaffen im Nahverkehr – allerdings auf niedrigem Niveau.

Die Zahl der Straftaten mit Schusswaffen im öffentlichen Nahverkehr in Baden-Württemberg hat in den vergangenen Jahren zugenommen. 2022 erfasste die Polizei 19 Fälle, 2023 waren es 25, im vergangenen Jahr wurden bereits 31 Fälle registriert, wie das Innenministerium auf Nachfrage mitteilte. 2024 wurde in 14 Fällen mit einer Schusswaffe gedroht und in 17 Fällen geschossen. Allein in Stuttgart wurden im vergangenen Jahr im Nahverkehr demnach viermal Schüsse abgefeuert.

Der öffentliche Personennahverkehr umfasst dabei etwa Busse, Bahnen und Regionalzüge, aber auch Bahnsteige und Haltestellen.

Ministerium: Stabiles Niveau

Das Gesamtaufkommen bewege sich seit Jahren auf einem «stabilen, sehr niedrigen zweistelligen Niveau», betont das Innenministerium. «Angriffe mit scharfen Schusswaffen auf Personen sind in Baden-Württemberg sehr selten.» Konkrete Angaben zu Hintergründen konnte das Ministerium nicht nennen. Es sei schwer, aus den Zahlen für den Nahverkehr Schlüsse zu ziehen, hieß es. Erfreulich: Für 2025 geht das Ministerium von einem Rückgang der Schusswaffenfälle in Bussen und Bahnen aus.

In den vergangenen war auch die Zahl der Straftaten mit Schusswaffen im Land grundsätzlich gestiegen. 2024 registrierte die Polizei laut Kriminalstatistik 634 Delikte in dem Bereich. In mehr als der Hälfte der Fälle, nämlich 362 Mal, wurde demnach geschossen, ein Anstieg um 15,3 Prozent. In 272 Fällen wurde im vergangenen Jahr mit Schusswaffen gedroht. Insgesamt wurden 17 Opfer schwer verletzt, fünf Menschen verloren ihr Leben. «Schusswaffen kommen meist bei Bedrohungs-, Raub und Körperverletzungsdelikten zum Einsatz», schreiben die Beamten in der Kriminalstatistik.

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.