News
Laut Ministerium: Extremisten im Südwesten haben 661 Schusswaffen

News Laut Ministerium: Extremisten im Südwesten haben 661 Schusswaffen

Quelle: Oliver Killig
dpa

«Reichsbürger», «Selbstverwalter» und Rechtsextremisten sind häufig Waffennarren. Die Politik versucht sie ihnen abzunehmen – trotzdem sind noch viele Waffen in den Händen von Extremisten.

In Baden-Württemberg befinden sich 661 Schusswaffen in den Händen von Extremisten. Das teilte das Innenministerium mit. Zuvor hatten der WDR und der NDR berichtet.

Nach Angaben des Ministeriums hatten Ende des vergangenen Jahres 214 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Davon besaß rund die Hälfte einen sogenannten Kleinen Waffenschein. Dieser berechtigt laut Innenministerium zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen. Hundert Personen verfügten zudem über eine Waffenbesitzkarte – diese erlaubt den Erwerb und den Besitz von Schusswaffen, nicht aber das Führen in der Öffentlichkeit.

Von den 214 Personen werden laut Ministerium 122 Personen dem Rechtsextremismus zugeordnet, 48 den «Reichsbürgern» und «Selbstverwaltern», 12 Personen dem islamistischen Extremismus, 11 dem Bereich der «verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates», 8 dem Linksextremismus und 13 Personen übrigen Phänomenbereichen.

Man setze alles daran, dass Extremisten nicht an Waffen gelangten und konsequent entwaffnet würden, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Man habe schon 2017 die Waffenbehörden angewiesen, keine neuen waffenrechtlichen Erlaubnisse an Extremisten zu erteilen und bereits erteilte Erlaubnisse – wenn möglich – zurückzunehmen. Seither seien 351 Erlaubnisse entzogen worden, wovon 619 Schusswaffen betroffen gewesen seien, so das Ministerium.

 

Weitere Nachrichten

Studie: So viele Wohnungen fehlen in Baden-Württemberg

Im Südwesten wird seit Jahren weniger gebaut. Die Suche nach einer neuen Wohnung wird für viele Menschen oft zur Geduldsprobe. Die Krise hat aber auch Folgen für Wirtschaft und Staatseinnahmen.

Bombenfund in Karlsruher Südstadt: Entwarnung - Weltkriegsbombe entschärft

Der Blindgänger lag nur ein paar Dutzend Meter vom ICE-Gleis entfernt: Eine Weltkriegsbombe hat in Karlsruhe für Aufregung gesorgt. Am Ende gab es gute Nachrichten für die Anwohner und Reisenden.

Zahl der Handwerksbetriebe legt erstmals wieder leicht zu

Während es mehr Gebäudereiniger und Kosmetiker gibt, sinkt die Zahl der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe weiter. Doch es gibt auch positive Ausnahmen.

Zeugen gesucht: 250.000 Euro teures Luxus-Auto gestohlen

Der Schock saß sicher tief: Ein 72-Jähriger kommt zu seinem Auto - doch der 250.000 Euro teure Wagen ist plötzlich verschwunden. Nun ermittelt die Polizei.

Begünstigt der heiße Sommer Ausbreitung des Ochsenfrosches?

Fast 7.000 Ochsenfrösche wurden im vergangenen Jahr erlegt. Mit welchen Maßnahmen die Behörden die Ausbreitung der invasiven Art eindämmen wollen. Und warum diese womöglich vom Klimawandel profitiert.

Technik zum Fledermaus-Schutz bremst Hesse-Bahn aus

Technische Probleme bei der Fledermaus-Vertreibung bremsen derzeit die Hermann-Hesse-Bahn aus. Wann es wieder läuft wie gewohnt, steht noch nicht fest.

























Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.